Jethro Tull - "Too Old To Rock'n'Roll: Too Young To Die!"
1976 zählte Jethro Tull-Frontmann Ian Anderson gerade einmal 29 Lenze. Ein bisschen früh, um den Rock'n'Roll-Stiefel an den Nagel zu hängen, oder? Wie kommt man dann auf die Idee, ein Album "Too Old To Rock'n'Roll: Too Young To Die!" zu nennen?
Es ist davon auszugehen, dass Anderson keinerlei Gedanken an den Ruhestand verschwendet hat, als ihm die Idee zum neunten Tull-Album kam. Vielmehr erzählt er hier die Geschichte des abgehalfterten Rockstars Ray Lomas, dazugehöriges Happy-End inklusive. Der Story spendieren Jethro Tull sogar einen eigenen Comic, der die Chose optisch in Szene setzt. Eigentlich sollte der Rummel um den armen Musiker auch als Musical die Bühne entern, allein: Es kam nie dazu.
Vielleicht war der Anspruch einfach zu hochtrabend. Die Songs hinken dem ambitionierten Konzept schon etwas hinterher. Mit Ambitionen hat es der einbeinig flötende Anderson aber ohnehin. Seine Erwartungen an "A Passion Play" von 1972 waren musikalisch auch schon sehr hoch, was nicht alle Fans und Kritiker goutierten.
Das wiederholt sich hier: Zwar feierten Tull solide kommerzielle Erfolge, für den ganz großen Reibach fehlten aber einfach die Hits: An sich tauglichen Songs wie "Quizz Kid", "Bad-Eyed And Loveless" oder "Pied Piper" steht Balladen-Schmock der Marke "From A Deadbeat To An Old Greaser" und "The Chequered Flag" gegenüber.
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