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Diana Ross - "Diana Ross"

Schon ihr 1970 erscheinenes Debüt trug ihren Namen. Sechs Jahre später heißt ein Album von Diana Ross schon wieder "Diana Ross". Man kann leicht auf den Gedanken kommen, bei Motown sei ihnen nichts eingefallen. Oder aber der Name spricht eben einfach für sich. "Diana Ross", das zweite Album, insgesamt ihr siebtes, plädiert für zweitere Option. Das eigentlich als Lead-Single vorgesehene "I Thought It Took A Little Time" hinterließ zwar vergleichsweise wenig Eindruck. Zu echten Hits entwickelten sich statt dessen das Theme aus dem "Mahogany"-Soundtrack und, noch nachhaltiger, "Love Hangover".

Dabei war Ross zunächst gar nicht überzeugt, wie Motown-Producer Hal Davis aus seinem Erinnerungs-Schatzkästchen kramt: "Berry Gordy hatte entschieden, dass der Song zu Diana passt, aber sie war mäßig begeistert davon. Also gaben wir ihr einen kleinen Wodka - sie hat immer Wodka getrunken - und dann rauschte sie ins Studio, kickte ihre Schuhe in die Ecke und verkündete: 'Ach, was solls. Versuchen wirs.'" Was Alkohol manchmal bewirkt ...

Den Grammy für die beste weibliche R'n'B-Gesangsperformance, für den sie damit nominiert war, gewann Diana Ross trotzdem nicht, genauso wenig den Oscar für den besten Film-Song für "Mahogany". Macht nix, statt dessen bewies sie sich mit "Ain't Nothin' But A Maybe" als ihre eigene taugliche Produzentin und verbuchte mit der letzten funky Auskopplung "One Love In My Lifetime" einen weiteren Hit, den noch dreieinhalb Dekaden später Joss Stone wieder anstimmte. Das ist doch auch was.

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