Rush - "2112"
"2112" wird heute als Rushs erster großer Durchbruch gefeiert. Dabei standen die Vorzeichen alles andere als rosig. Die Vorgänger-Alben "Caress Of Steel" und "Fly By Night" überzeugten kommerziell nicht, auch wenn nach dem Einstieg Neil Pearts Komplexität und spielerische Klasse erheblich angestiegen waren.
Die Plattenfirma drängte das Trio zu radiotauglicheren und eingängigeren Songs. Die Band hatte zu dem Zeitpunkt aber keinerlei Lust darauf, diesen Wünschen zu entsprechen. Rush schlugen den komplett gegenteiligen Weg ein. Das zeigt sich schon im Opener, dem ausufernd epischen Titeltrack, der in sieben Teilen insgesamt auf eine Spielzeit von über 20 Minuten kommt und die komplette erste Seite der Vinyl-Ausgabe einnimmt.
Die Storyline spielt in einer dystopischen Welt, in der die Menschen ihre Individualität und Kreativität nicht mehr ausleben dürfen und die von einer Priesterkaste kontrolliert wird. Themen, die Texter und Schlagzeuger Neil Peart immer mal wieder aufgreifen soll.
Auf der B-Seite erwarten den Hörer nach der ellenlangen A-Seite kompaktere und straightere Stücke. Unter anderem "A Passage To Bangkog", das nacheinander an verschiedenen Drogen-Hotspots Halt macht, unter anderem in Kolumbien, dem Libanon, Afghanistan, Jamaika, Marokko, Nepal, bis, ja, nach Bangkog. Aber: "We'll hit the stops along the way, we only stop for the best." Feinschmecker eben.
Entgegen aller Erwartungen wuchs sich "2112" zum Riesenerfolg und mit der Zeit zu einem absoluten Fan-Liebling aus, was den Weg für weitere Großtaten ebnete. Spätestens mit dem 1981 erschienenen "Moving Pictures" avancierten die Kanadier zu einer Band, die die ganz großen Arenen füllte.
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