LaBelle - "Chameleon"
Zwei Jahre haben LaBelle seit ihrem Smash-Hit "Lady Marmalade" ins Land ziehen lassen. Das Bedürfnis, die eigene Hype-Welle zu reiten, hatte das Trio offenbar gut im Griff. Für ihr inzwischen sechstes Album, das zweite, das unter dem Dach von Epic Records erschien, ließen sie sich Zeit. Die Geduld der Fans wurde belohnt - mit noch mehr stilistischer Bandbreite als zuvor. "Chameleon" macht der Wandelbarkeit seines Paten-Tiers wahrlich alle Ehre: Disco, Funk, Doo-Wop, Latin-Vibes und sogar Hardrock finden Eingang in den Sound.
Damit all das nicht im Chaos versinkt, fädelt Produzent David Rubinson die bunte Vielfalt mit rotem Faden auf. Die wahre Power kommt aber aus LaBelles Reihen selbst. Sechs der acht Tracks stammen aus der Feder von Nona Hendryx. An den Mann, die Frau, und an wen immer sich sonst angesprochen fühlt, bringt das Ganze vor allem Patti LaBelle, Namensgeberin des Trios und mit Abstand die Stimmgewaltigste der drei.
"Chameleon" soll für lange Jahre das letzte LaBelle-Album bleiben. Ein geplantes Nachfolge-Album namens "Shaman" kommt, wie Patti LaBelle in ihrer Autobiografie verrät, irgendwie unter die Räder. Erst 2008 realisieren LaBelle ihr Comeback, mit dem vielsagend betitelten Album "Back To Now". Warum das so lange gedauert hat, erklärte Patti LaBelle so: "Etwas so Wichtiges sollte man nicht halbherzig angehen. Wir mussten also die richtige Zeit und den richtigen Ort dafür finden. Wir haben uns ohnehin nie nach anderer Leute Zeitplänen gerichtet, wir waren schon immer unkonventionell. Ich trage immer noch Glitzerstiefel, um das zu beweisen."
Kaufen?
Wenn du über diesen Link etwas bei amazon.de bestellst, unterstützt du laut.de mit ein paar Cent. Dankeschön!
Noch keine Kommentare