Klaus Schulze - "Moondawn"
Apropos Technik-Spielzeug: Im Dezember 1975 legte das Christkind Klaus Schulze ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk unter das reich geschmückte Tannenbäumchen - einen Moog-Synthie. Schulze besaß nun also einen Synthesizer, und er wollte ihn benutzen. Zum ersten Mal auf dem Album "Moondawn", auf dem neben dem legendären Gerät auch noch solche mit Namen ARP 2600, ARP Odyssey, EMS Synthi-A, Farfisa Syntorchestra, eine Crumar-Orgel und ein Synthanorma-Sequencer zu hören sind.
Der einzige Mensch, der neben Schulze hier noch musiziert, ist Schlagzeuger Harald Großkopf (Ash Ra Tempel, Joachim Witt, Sankt Otten). Schulzes Arbeitsweise auf "Moondawn" unterscheidet sich entsprechend von der auf seinen vorherigen Werken: Er ordnet sein Spiel den rhythmischen Exkursen seines Partners unter, die auf den zwei Stücken "Floating" und "Mindphaser" die Dynamik bestimmen.
Eingespielt in einer einzigen Mondschein-Session, improvisieren Schulze und Großkopf vor sich hin. Dabei erschaffen sie ein Stück elektronische Musik, das schön raumgreifend klingt und dank der epischen Spielzeiten der beiden Tracks mehr als genug Platz für fließende Sounds lässt, die den Ohren schmeicheln. Für viele Fans des Pioniers der Berliner Schule markiert "Moondawn" den Peak des schulzenschen Schaffens.
Kaufen?
Wenn du über diesen Link etwas bei amazon.de bestellst, unterstützt du laut.de mit ein paar Cent. Dankeschön!
Noch keine Kommentare