Tina Turner – "Break Every Rule"
"Break Every Rule"? Na, viel Glück! An diesem Punkt ihrer Karriere sollte es Tina Turner einigermaßen schwergefallen sein, überhaupt noch irgendeine Regel zum Brechen zu finden. Nach ihrem Welterfolg mit "Private Dancer" schienen für sie überhaupt keine Gesetze mehr zu gelten.
Limits gab es eh keine, das schreit schon aus der Liste der Kollegen, die bei diesem Album die Finger mit im Spiel hatten: David Bowie, Steve Winwood, Phil Collins, Mark Knopfler, Branford Marsalis, Bryan Adams ... um nur die Prominentesten genannt zu haben. Für die Hälfte der Tracks vertraute Tina erneut den Produktionskünsten von Graham Lyle und Terry Britten, die ihre Bewährungsprobe schon mit der Arbeit an "Whats Love Gotta Do With It" bestanden hatten.
Der immense Aufwand zahlte sich aus: Auch "Break Every Rule" wuchs weltweit zum Hit. Die erste Auskopplung "Typical Male" schoss aus dem Stand auf Platz zwei der Charts, die folgenden "Two People" und "What You Get Is What You See" knackten die Top Twenty. Insgesamt erschienen acht der elf Tracks als Singles. Für "Back Where You Started" holte sich Tina Turner den dritten Grammy in Folge für die beste Rock-Vocal-Performance einer Sängerin ab. Die Welttournee, die das Album begleitete, glich einem Triuphzug. In Rio de Janeiro spielte Tina vor rekordversächtigen 180.000 Fans.
Ob Ike angesichts dessen in irgendeiner Ecke saß und aus Gram darüber, am Erfolg seiner Ex-Frau nicht länger mit abkassieren zu dürfen, mehrere Hüte fraß, ist nicht überliefert. Falls ja, hätte ihm ruhig einer davon im Hals stecken bleiben dürfen. Er hätte es verdient gehabt.
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