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A-ha - "Hunting High And Low"

Manchmal wundert man sich schon über die Nickeligkeit der Musikkritik. An "Hunting High And Low" ließ die Fachpresse seinerzeit kein gutes Haar. A-ha "bräuchten schon weitaus bessere Songs als diesen, wenn sie es in Sachen Popularität mit den Beatles aufnehmen wollen", nörgelten sie bei Smash Hits.

Der Kollege der Music Week schmähte den Song als "rührselige Ballade mit dieser ermüdenden Tony-Mansfield-Produktion", mit der die Band "einen Tiefpunkt erreicht" hätte, und prophezeite, solches werde "wohl kaum jemanden außer ihrer treuesten Fans ansprechen". Er irrte sich: Die fünfte und letzte Auskopplung aus dem im Jahr zuvor erschienenen gleichnamigen Album entpuppte sich als eine der populärsten im an Hits wahrlich nicht armen Oeuvre der Norweger.

Für den Titel sorgte diesmal kein Namens-Missverständnis, sondern ein Schriftsteller: Songwriter Pål Waaktaar-Savoy fand die Formulierung "hunting high and low" in einer Erzählung von Alf Prøysen. Die opulenten Streicher in der Single-Version steuerte das London Philharmonic Orchestra bei.

"Diese Angst, die Anspannung, das Melodrama, der süßliche Hintergrund – das kann doch wohl nicht ernst gemeint sein, oder?", stichelte Jim Reid vom Record Mirror. Tja ... wie es aussieht, waren die Kolleg*innen seinerzeit einfach noch nicht reif für so viel erhabene Schönheit.

Auch hier lohnt sich ein Blick aufs Musikvideo. Die Morphing-Effekte mögen heute wie ein alter Hut anmuten. Den Aufwand, den Regisseur Steve Barron dafür dafür vor vierzig Jahren noch treiben musste, kann man sich heute kaum noch ausmalen. Muss man zum Glück auch nicht - es existieren Aufnahmen von den Aufnahmen:

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Best of 1986 40 Jahre, 40 Songs

Ein Track ohne Bassline? Wo gibts denn sowas? Na, hier, zusammen mit Verwechslungen, eingerissenen Wänden und einem Orgasmotron. G-g-g-geil!

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