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Manic Street Preachers - "Everything Must Go"

Nach drei Alben standen die Manic Street Preachers 1995 vor dem Scherben ihrer Karriere. Nach "The Holy Bible", das mit 'sperrig' noch euphemistisch umschrieben ist, verschwindet ihr Texter und Rhythmus-Gitarrist Richey Edwards von heute auf morgen. Sein Verbleib wurde nie endgültig geklärt, offiziell wurde er 2008 für "vermutlich tot" erklärt.

Unter diesen Umständen ist keineswegs selbstverständlich, dass sie erstens überhaupt als Band weitermachen und zweitens, dass ihre Karriere danach erst so richtig Fahrt aufnimmt. Der textliche Schwerpunkt verschiebt sich aufgrund von Edwards' Fehlen. An die Stelle introspektiver Stücke aus des Verschwundenen Feder rücken wieder vermehrt politische Themen. Fünf Songs stammen aber noch von Edwards.

"Everything Must Go" rückt den Fokus endgültig in Richtung Britpop. Mit ihrem Debüt frönten die Manic Street Preachers noch rüpelig dem Hardrock, mit "Gold Against The Soul" und "The Holy Bible" irrten sie etwas unentschlossen zwischen den Stilen hin und her. Erst mit ihrem 1996er-Album fanden sie ihre musikalische Sprache, mit der sie in den folgenden Jahren weltweite Erfolge feierten.

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Manic Street Preachers - "Everything Must Go"*

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