Lil' Kim - "Queen Bitch"
Mit diesem Track hat sich nicht nur Lil' Kim eine Krone aufgesetzt, sondern auch Carlos Broady. Letzterer hat sich hoffentlich arg und artig bei seiner Freundin bedankt, dafür, dass sie ihn genötigt hatte, Tapes mit einigen seiner Beats an diverse Produktionsfirmen zu schicken. Eins dieser Demos landete nämlich bei seinem New Yorker Producer-Kollegen Nashiem Myrick, der wiederum hatte Kontakte: Er zeigte Biggie den Bums, und der war direkt von den Socken.
Einen von Broadys Beats, für den er 3.000 Dollar springen ließ, hatte er eigentlich für sein eigenes Album vorgesehen gehabt, Diddy sagte allerdings nein. Biggie fand das Instrumental jedoch so gut, dass er es statt dessen eben auf Lil' Kims Album unterzubringen plante. Wie er sich vorstellte, dass das klingen solle, rotzte er als Skizze auf Broadys Anrufbeantworter. "Ich habe wirklich versucht, das nicht allzu oft abzuhören", erinnert sich der Produzent, "aber ich konnte nicht anders."
... und weil er dieses Dokuemnt für die Nachwelt bewahrte, können wir heute hören, wie The motherfuckin' Notorius B.I.G. darüber rappt, wie er Pradatäschchen shoppen geht und sich von irgendwelchen Idioten die Muschi lecken lässt, während er Cartoons guckt. Bitteschön:
Wie all das wirklich geht, demonstrierte dann aber Lil' Kim auf dem fertigen Track. Die Frage, ob Frauen am Ende genau so dreckig und hart spitten können wie Männer, wäre damit eigentlich ein- für allemal beantwortet gewesen. Dass darüber nach "Queen Bitch" überhaupt noch Diskussionen geführt worden sind: höchst wunderlich.
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