Lady Sovereign - "Love Me Or Hate Me"
"Love Me Or Hate Me" - hä? Wie könnte man eine Frau hassen, die wirkt, wie die heimliche Tochter von Missy Elliott und Eminem, gezeugt auf Speed und großgezogen in einem Londoner Pub, weil: Diesen Akzent kriegst du sonst nirgendwoher? Nö, man musste Lady Sovereign einfach lieben, wie sie da, mit ihren gefühlt einszwanzig Körpergröße das Maul aufriss, als sei sie vier Meter groß ... "the biggest midget in the game", eben. Der Albumtitel "Public Warning" erschien da mehr als angemessen.
Sie hätte das Ding allerdings auch "Public Viewing" nennen können: Das Englische bezeichnet so ja nicht etwa das gemeinsame Fußball-Glotzen, sondern die öffentliche Aufbahrung eines Leichnams. Louise Amanda Harman lebt zwar noch, ihre Rapperinnen-Persönlichkeit scheint allerdings ziemlich tot. 2009 gab es mit "Jigsaw" das letzte Lebenszeichen für sehr, sehr lange Zeit. Vor ein paar Jahren trat sie noch einmal an die Öffentlichkeit, um über die schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme zu sprechen, mit denen sie zu kämpfen hatte. Danach: nichts mehr. Bis ...
Das war dieses Jahr im März. Was sollen wir sagen? We'd love to call it a comeback. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Noch keine Kommentare