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Kay Schier

1. Danny Brown – Stardust
2. Clipse – Let God Sort Em Out
3. Princess Nokia – Girls
4. Ramzey – Weltfrieden
5. Bangerfabrique – Welcome To The Groupchat

Musik kam 2025 wie üblich auf verschlungenen und mitunter bizarren Wegen zu mir, die überwiegend nicht viel mit aktuellen Releases zu tun hatten. Meine drei laut Spotify meistgehörten Songs waren ein Barbershop-Stück aus der Zeit der Prohibition, "Nice For What" von Drake und "Danza Kuduro".

Des Weiteren gefreut habe ich mich über das Danny Brown-Album, weil es mir Hoffnung im Hinblick auf meine anbrechenden 30er macht, und über das Clipse-Album, weil ich drei Maybachs und fünf Patek Phillipes besitze und mich in den Texten wiederfinde (meine jüngste Neuerwerbung ist ein Shirt, auf dem "This is culturally inappropriate" steht). Princess Nokia begleitet mich, seit sich die Welt um mich herum zu ändern begann, ist zwischendurch mal ein paar Jahre unsichtbar und kam dann dieses Jahr mit ihrem besten Album zurück. Ramzey hat für mich die schönsten deutschen Lines des Jahres gedroppt: "Mann im Spiegel größtes Hindernis / suche Licht und komm aus Finsternis / Ob ich Liebe brauch', Hoe, ich bitte dich / Bodycount egal, solang es Liebe ist."

Schlussendlich denkwürdig war der Moment, als ich an einem kühlen Morgen Anfang September auf einem Festival frierend im Zelt lag und das einzige, was mich wärmte, der Bangerfabrique-Ohrwurm von "Dumm" war: "Mein Outfit ist dumm, mein Arsch ist dumm, der Joint macht high und der Beat macht bumm bumm", denn auch ich war dumm geworden und fühlte mich gut damit.

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