Billie Eilish und Co. gegen ICE: "Wir sind nicht machtlos!"
vom 27. Januar 2026
Seitdem die 37-jährige, dreifache Mutter Renee Good am 7. Januar in Minneapolis, Minnesota von ICE-Agenten erschossen wurde, ist das Stadtbild von Protesten gegen die kontroverse US-Einwanderungsbehörde gezeichnet. Diese spitzten sich seit letztem Samstag zu, als nun auch ein Demonstrant, der 37-jährige …
Falls mal jemand fragt: "Was bringt eigentlich demonstrieren?", dann wären die USA momentan ein gutes Beispiel. Ohne die Leute, die dort lautstark protestiert hätten, wäre vermutlich ein Mord unter den Teppich gekehrt worden.
Natürlich erwischt es mit Bovino jetzt nur einen Lakaien, aber es ist ein wichtiges Signal, dass die Regierung eben nicht mit allem durchkommt. Irgendwo muss es ja mal anfangen.
Für die Promis, die sich jetzt äußern: Respekt und gut gemacht, obwohl es mir persönlich zu wenig und zu spät ist. Schlussendlich waren die einfachen Leute entscheidend.
"Erwischt" hat es ihn, sollte er jetzt wirklich nur auf seinen alten Posten zurückgehen und normal in die Rente verabschiedet werden, nun nicht wirklich, aber was gebracht hat es definitv.
Netter Versuch Bernd, aber selbst das Zehnfache an Demos würde Diktator Trump nicht tangieren. Ihm steht das Wasser nicht zum Hals, er rudert nicht zurück, er knickt nicht ein, oder was Medien sonst so gerne nahelegen.
Ich bin da etwas optimistischer. Klar sitzt Trump noch fest im Sattel, aber der Mord an Alex Pretti hat schon einige zum nachdenken gebracht, auch unter seinen Wählern. Den harten Kern seiner Anhänger kann natürlich nichts erschüttern, aber die, die Trump nur tolerieren, weil er 1-2 Sachen macht, die sie gut finden, fangen schon an sich zu fragen, ob es das alles wert ist.
Wenn selbst komplett gehirnamputierte Lakaien und Multiplikatoren wie Asmonfold olympiareife Leistungen im Rudern vollbringen, kann man schon sagen, dass es einen Momentum Shift gibt...dazu kann man ja aktuell wirklich hoffe, dass das BIG BEAUTIFUL OBITUARY bald kommt.
Ich finde es auch gut, dass es noch Menschen in den USA gibt, die gegen ICE und ihre Morde auf die Straße gehen, es würde mich allerdings nicht wundern, wenn sie unter der amerikanischen Bevölkerung eine Minderheit darstellen. Die Regierung Trump sitzt - so scheint es mir - leider fest im Sattel. Studien oder Umfragen habe ich nicht in petto. Nur Bauchgefühl.
Man sollte bedenken, dass knapp die Hälfte der amerikanischen Wähler Trump nunmal nicht gewählt hat. Trumps Umfragewerte sind inzwischen auch ziemlich im Keller, da Wechselwähler mit einem Minimum an Resthirn inzwischen vermutlich merken, dass es wohl keine gute Idee war, für Agent Orange zu stimmen. Was vor diesem Hintergrund frustrierend ist, ist dass die Demokraten noch viel zu brav, und wie das Kanninchen vor der Schlange in Schockstarre verfallen sind. Man kann nur hoffen, dass man dort jetzt langsam aufwacht, und es noch nicht zu spät ist.
Ja, definitiv. Vlt. taugt ja der Governor von Kalifornien, Gavin Newsom etwas. Zumindest teilt er verbal gegen Trump aus. Das Problem der Demokraten scheint aber auch zu sein, dass sie abseits der großen Metropolen in ländlichen Gebieten regelmäßig abschmieren. Die rechten Netzwerke sind gerade dort sehr prominent und die Gestalten bei ICE würden ohne mit der Wimper zu zucken, Commander in Gilead (Handmaid's Tale) werden. Gleiches gilt für JD Vance, dem Posterboy der erzkonservativen Rechten. Würg...
Das Problem ist vor allem, dass viele Amerikaner in den Vorgängen eine gute oder wenigstens notwendige Sache sehen. Selbst wenn es sie wenig bis gar nicht tangiert – der Drang zum Leben unter seinesgleichen ist so alt wie die Menschheit selbst und die Out-Group tot zu machen des Menschen zweitältestes Hobby.
Könnte sein, dass viele Amerikaner die Demonstrationen als etwas schräg betrachten und den inneren Frieden dadurch gefährdet sehen, sie möchten wahrscheinlich, dass alles ordentlich bleibt, vergessen aber dabei, dass es zu einer funktionierenden Demokratie dazu gehört auf die Straße zu gehen. Vielleicht werden viele Demonstranten auch unsympathisch dargestellt und der soziale Diskurs dadurch mit Absicht nach rechts oder ins Obskure verlagert, um Zustimmung klein zu halten. Kann mir aber irgendwie nicht vorstellen, dass Trump und die Medien da sooo clever sind. Wäre auch zu durchschaubar eigentlich.
Ja, ich mein ja nur. Trump würde ich sowas zu trauen. Wäre ein intelligenter Schachzug, um die Menschen gegeneinander aufzuhetzen und zu verschleiern, dass der Kapitalismus als System eigentlich kritisiert werden müsste und seine Apparate, die das ganze (medial) steuern können. So verrückt ist er dann wohl doch nicht.
"Könnte sein, dass viele Amerikaner die Demonstrationen als etwas schräg betrachten und den inneren Frieden dadurch gefährdet sehen, sie möchten wahrscheinlich, dass alles ordentlich bleibt, vergessen aber dabei, dass es zu einer funktionierenden Demokratie dazu gehört auf die Straße zu gehen. " Na ja, ziemlich viele US-Amerikaner haben ja auch noch ihre Ruhe vor der Schlägertruppe von ICE, weil ICE vor allem in demokratisch geführten Bundesstaaten zum Einsatz kommt, weil - in republikanisch geführten Bundesstaaten gibt es ja keine Probleme mit Ausländern, deshalb haben die ja auch bekanntlich republikanisch gewählt. Die US-Bürger allgemein wurden erst in jüngerer Zeit richtig wach durch die Videos und nicht zuletzt durch die ganzen Diskussionen, die hier laufen. Vorher konnte man das vielleicht noch als Gejammer oder Übertreibung abtun, aber die letzten drei Wochen waren schon anderes Kaliber. Und über die politischen Bubbles in den Medien, auch den angeblich sozialen, brauchen wir ja auch nicht zu reden - es braucht jedenfalls ein bißchen Zeit, bis sich das Bewußtsein langsam durcharbeitet zu "ich glaube, hier läuft was enorm schief". Und wenn ich die Zustimmungswerte von ca. 30 % zu Donald Trumps Politik sehe, dann ist das zwar zugegebenermaßen enorm niedrig, aber gleichzeitig muß man sich schon fragen, wer diese 30 % sind, die sich ob der aktuellen Entwicklungen so gar keine Sorgen machen und sich einreden "Der Donald macht das schon, guter Mann". Gruß Skywise
„ aber gleichzeitig muß man sich schon fragen, wer diese 30 % sind, die sich ob der aktuellen Entwicklungen so gar keine Sorgen machen und sich einreden "Der Donald macht das schon, guter Mann".“
Ziemlich einfach: Leute, die ihre Informationen ausschließlich aus Propaganda erhalten und Straight-up Nazis.
Klar ist: es wird viel zu wenig in soziale Projekte auch investiert. Zu wenige Sozialarbeiter in den Schulen, zu wenig Auflehnung von unten gegen solche Entscheider. Woher sollen die Menschen auch die Kompetenz erlernen, wenn sich keiner kümmert? Wir haben ja hier zum Glück das duale System, sind da ganz anders geprägt, haben nicht diesen imperialistisch geprägten Einwanderermythos.
Alle Jahre wieder regt man sich in den USA wieder quer durch die Bank auf, und dann stehen ganz ganz viele auf und gehen auf die Straße. Alleine in meiner aktiven Erlebniswelt fallen mir da in chronologischer Folge diese Momente ein: das "Hope"'Movement, das geholfen hat, Obama ins Weiße Haus zu schubsen / das Immigrant Rights Movement / Occupy / BLM / das Sunrise Movement / MeToo / die Proteste in Standing Rock / die Proteste gegen ICE während Donald, Runde 1 / BLM während Covid. Habe bestimmt ein paar vergessen.
Das Problem dabei ist, dass immer der Wind der Veränderung durch die Straßen weht, sich alle Buttons ans Hemd und Aufkleber auf die Jacke klatschen, Protestschildee herumtragen und Poster in den Büros/ Praxen/ Arbeitsstätten/ Klassenzimmer aufhängen und dann... wird ein paar Monate ordentlich protestiert, bevor man wieder von der Realität eingeholt wird: das man die Hypothek zahlen muss, und Geld ranschaffen für die Miete, und Kohle zur Seite legen für den Krankheitsfall oder den Ruhestand oder das bisschen Urlaub was man rausschlagen kann... weil alles, wirklich ALLES in diesem Land davon abhängt, dass man es selbst bezahlen kann. Sonst verreckt man einfach verarmt auf der Straße. Ist so, schade.
Und ich bin der festen Überzeugung, dass es dieses brutale Hamsterrad ist, dass sich hier in den USA einfach schneller und härter dreht als in (Vorsicht, ich sage das mit Absicht so:) westlichen Demokratien, die progressive soziale Bewegungen davon abhält, wirkliche Massenphänomene zu werden. Geht halt immer nur so und so lange. Jeden Tag auf der Straße für das Richtige und Wichtige einzustehen, bevor man zu Hause wieder Essen auf den Tisch packen muss.
Das soll allerdings nicht so klingen, als ob ich die Idee der aktiv gelebten Intervention ablehnen würde. Ohne die genannten (und sicher auch die nicht genannten) Bewegungen, wäre die extremeSchieflage, in der sich die USA befinden sehr viel schneller sehr viel schiefer geworden. Mit Sicherheit sind diese Proteste wichtig und (wie oben erwähnt) zeigen ja auch Wirkung. Ob es langfristig genug sein wird, um das Land davon abzuhalten in einen richtigen Bürgerkrieg zu rutschen? Mal gucken. Noch halten genug Leite die Umstände für erträglich genug. Hoffentlich bleibt das so.
ich denke problem in usa ist auch sie haben nicht solches wahrheits media wie hier wir haben böhmermann und el hozo aber wenn amerikan leute wollen wisdom über alles dann sie müssen in tv schon zuhören auf taylor swift oder bilie eilish
Hatte sich Neil Young nicht auch schon mal von Spotify zurückgezogen, aus Protest gegen irgendwas? Hat mich damals dazu gebracht, mir Mirrorball nochmal auf CD zu kaufen... N halbes Jahr später war Neil aber wieder online...
Neil Young hatte seine Musik 22 aus Protest gegen den The Joe Rogan Experience Podcast von Spotify entfernt. Rückgängig gemacht hat er das zwei Jahre später, nachdem der Exklusivvertrag zwischen Spotify und Rogan ausgelaufen und der Podcast auch auf Amazon und Apple verfügbar war. Young meinte, wenn er die auch noch verlassen würde, könne ja dann niemand mehr seine Musik streamen...
Seitdem die 37-jährige, dreifache Mutter Renee Good am 7. Januar in Minneapolis, Minnesota von ICE-Agenten erschossen wurde, ist das Stadtbild von Protesten gegen die kontroverse US-Einwanderungsbehörde gezeichnet. Diese spitzten sich seit letztem Samstag zu, als nun auch ein Demonstrant, der 37-jährige …
Falls mal jemand fragt: "Was bringt eigentlich demonstrieren?", dann wären die USA momentan ein gutes Beispiel. Ohne die Leute, die dort lautstark protestiert hätten, wäre vermutlich ein Mord unter den Teppich gekehrt worden.
Natürlich erwischt es mit Bovino jetzt nur einen Lakaien, aber es ist ein wichtiges Signal, dass die Regierung eben nicht mit allem durchkommt. Irgendwo muss es ja mal anfangen.
Für die Promis, die sich jetzt äußern: Respekt und gut gemacht, obwohl es mir persönlich zu wenig und zu spät ist. Schlussendlich waren die einfachen Leute entscheidend.
"Erwischt" hat es ihn, sollte er jetzt wirklich nur auf seinen alten Posten zurückgehen und normal in die Rente verabschiedet werden, nun nicht wirklich, aber was gebracht hat es definitv.
Netter Versuch Bernd, aber selbst das Zehnfache an Demos würde Diktator Trump nicht tangieren. Ihm steht das Wasser nicht zum Hals, er rudert nicht zurück, er knickt nicht ein, oder was Medien sonst so gerne nahelegen.
Ich bin da etwas optimistischer. Klar sitzt Trump noch fest im Sattel, aber der Mord an Alex Pretti hat schon einige zum nachdenken gebracht, auch unter seinen Wählern. Den harten Kern seiner Anhänger kann natürlich nichts erschüttern, aber die, die Trump nur tolerieren, weil er 1-2 Sachen macht, die sie gut finden, fangen schon an sich zu fragen, ob es das alles wert ist.
Ich meine, wenn selbst die NRA eine Untersuchung fordert und sich in der Sache gegen die Regierung stellt, dann haben die schon ziemlich verkackt.
Wenn selbst komplett gehirnamputierte Lakaien und Multiplikatoren wie Asmonfold olympiareife Leistungen im Rudern vollbringen, kann man schon sagen, dass es einen Momentum Shift gibt...dazu kann man ja aktuell wirklich hoffe, dass das BIG BEAUTIFUL OBITUARY bald kommt.
Ich finde es auch gut, dass es noch Menschen in den USA gibt, die gegen ICE und ihre Morde auf die Straße gehen, es würde mich allerdings nicht wundern, wenn sie unter der amerikanischen Bevölkerung eine Minderheit darstellen. Die Regierung Trump sitzt - so scheint es mir - leider fest im Sattel. Studien oder Umfragen habe ich nicht in petto. Nur Bauchgefühl.
Man sollte bedenken, dass knapp die Hälfte der amerikanischen Wähler Trump nunmal nicht gewählt hat. Trumps Umfragewerte sind inzwischen auch ziemlich im Keller, da Wechselwähler mit einem Minimum an Resthirn inzwischen vermutlich merken, dass es wohl keine gute Idee war, für Agent Orange zu stimmen.
Was vor diesem Hintergrund frustrierend ist, ist dass die Demokraten noch viel zu brav, und wie das Kanninchen vor der Schlange in Schockstarre verfallen sind. Man kann nur hoffen, dass man dort jetzt langsam aufwacht, und es noch nicht zu spät ist.
Ja, definitiv. Vlt. taugt ja der Governor von Kalifornien, Gavin Newsom etwas. Zumindest teilt er verbal gegen Trump aus. Das Problem der Demokraten scheint aber auch zu sein, dass sie abseits der großen Metropolen in ländlichen Gebieten regelmäßig abschmieren. Die rechten Netzwerke sind gerade dort sehr prominent und die Gestalten bei ICE würden ohne mit der Wimper zu zucken, Commander in Gilead (Handmaid's Tale) werden. Gleiches gilt für JD Vance, dem Posterboy der erzkonservativen Rechten. Würg...
Naja, die ICE-Fußtruppen wären maximal Wächter, sprich die Männer für's Grobe. Vance wäre natürlich Commander.
Das Problem ist vor allem, dass viele Amerikaner in den Vorgängen eine gute oder wenigstens notwendige Sache sehen. Selbst wenn es sie wenig bis gar nicht tangiert – der Drang zum Leben unter seinesgleichen ist so alt wie die Menschheit selbst und die Out-Group tot zu machen des Menschen zweitältestes Hobby.
"Vlt. taugt ja der Governor von Kalifornien, Gavin Newsom etwas"
Nein. Der biedert sich zur Zeit vor allem in Podcasts an Alt-Right-Figuren an.
"Das Problem ist vor allem, dass viele Amerikaner in den Vorgängen eine gute oder wenigstens notwendige Sache sehen."
https://www.dataforprogress.org/blog/2026/…
Könnte sein, dass viele Amerikaner die Demonstrationen als etwas schräg betrachten und den inneren Frieden dadurch gefährdet sehen, sie möchten wahrscheinlich, dass alles ordentlich bleibt, vergessen aber dabei, dass es zu einer funktionierenden Demokratie dazu gehört auf die Straße zu gehen. Vielleicht werden viele Demonstranten auch unsympathisch dargestellt und der soziale Diskurs dadurch mit Absicht nach rechts oder ins Obskure verlagert, um Zustimmung klein zu halten. Kann mir aber irgendwie nicht vorstellen, dass Trump und die Medien da sooo clever sind. Wäre auch zu durchschaubar eigentlich.
Dazu sei noch gesagt, dass nur etwa die Hälfte der US-Bevölkerung Wähler sind, die andere Hälfte will oder darf (!) nicht wählen…
Könnte sein, dass du dir das aus dem Hintern ziehst, Lost0. Moment… jap… ist so.
Ja, ich mein ja nur. Trump würde ich sowas zu trauen. Wäre ein intelligenter Schachzug, um die Menschen gegeneinander aufzuhetzen und zu verschleiern, dass der Kapitalismus als System eigentlich kritisiert werden müsste und seine Apparate, die das ganze (medial) steuern können. So verrückt ist er dann wohl doch nicht.
"Könnte sein, dass viele Amerikaner die Demonstrationen als etwas schräg betrachten und den inneren Frieden dadurch gefährdet sehen, sie möchten wahrscheinlich, dass alles ordentlich bleibt, vergessen aber dabei, dass es zu einer funktionierenden Demokratie dazu gehört auf die Straße zu gehen. "
Na ja, ziemlich viele US-Amerikaner haben ja auch noch ihre Ruhe vor der Schlägertruppe von ICE, weil ICE vor allem in demokratisch geführten Bundesstaaten zum Einsatz kommt, weil - in republikanisch geführten Bundesstaaten gibt es ja keine Probleme mit Ausländern, deshalb haben die ja auch bekanntlich republikanisch gewählt. Die US-Bürger allgemein wurden erst in jüngerer Zeit richtig wach durch die Videos und nicht zuletzt durch die ganzen Diskussionen, die hier laufen. Vorher konnte man das vielleicht noch als Gejammer oder Übertreibung abtun, aber die letzten drei Wochen waren schon anderes Kaliber. Und über die politischen Bubbles in den Medien, auch den angeblich sozialen, brauchen wir ja auch nicht zu reden - es braucht jedenfalls ein bißchen Zeit, bis sich das Bewußtsein langsam durcharbeitet zu "ich glaube, hier läuft was enorm schief". Und wenn ich die Zustimmungswerte von ca. 30 % zu Donald Trumps Politik sehe, dann ist das zwar zugegebenermaßen enorm niedrig, aber gleichzeitig muß man sich schon fragen, wer diese 30 % sind, die sich ob der aktuellen Entwicklungen so gar keine Sorgen machen und sich einreden "Der Donald macht das schon, guter Mann".
Gruß
Skywise
„ aber gleichzeitig muß man sich schon fragen, wer diese 30 % sind, die sich ob der aktuellen Entwicklungen so gar keine Sorgen machen und sich einreden "Der Donald macht das schon, guter Mann".“
Ziemlich einfach: Leute, die ihre Informationen ausschließlich aus Propaganda erhalten und Straight-up Nazis.
Klar ist: es wird viel zu wenig in soziale Projekte auch investiert. Zu wenige Sozialarbeiter in den Schulen, zu wenig Auflehnung von unten gegen solche Entscheider. Woher sollen die Menschen auch die Kompetenz erlernen, wenn sich keiner kümmert? Wir haben ja hier zum Glück das duale System, sind da ganz anders geprägt, haben nicht diesen imperialistisch geprägten Einwanderermythos.
Alle Jahre wieder regt man sich in den USA wieder quer durch die Bank auf, und dann stehen ganz ganz viele auf und gehen auf die Straße. Alleine in meiner aktiven Erlebniswelt fallen mir da in chronologischer Folge diese Momente ein: das "Hope"'Movement, das geholfen hat, Obama ins Weiße Haus zu schubsen / das Immigrant Rights Movement / Occupy / BLM / das Sunrise Movement / MeToo / die Proteste in Standing Rock / die Proteste gegen ICE während Donald, Runde 1 / BLM während Covid. Habe bestimmt ein paar vergessen.
Das Problem dabei ist, dass immer der Wind der Veränderung durch die Straßen weht, sich alle Buttons ans Hemd und Aufkleber auf die Jacke klatschen, Protestschildee herumtragen und Poster in den Büros/ Praxen/ Arbeitsstätten/ Klassenzimmer aufhängen und dann... wird ein paar Monate ordentlich protestiert, bevor man wieder von der Realität eingeholt wird: das man die Hypothek zahlen muss, und Geld ranschaffen für die Miete, und Kohle zur Seite legen für den Krankheitsfall oder den Ruhestand oder das bisschen Urlaub was man rausschlagen kann... weil alles, wirklich ALLES in diesem Land davon abhängt, dass man es selbst bezahlen kann. Sonst verreckt man einfach verarmt auf der Straße. Ist so, schade.
Und ich bin der festen Überzeugung, dass es dieses brutale Hamsterrad ist, dass sich hier in den USA einfach schneller und härter dreht als in (Vorsicht, ich sage das mit Absicht so:) westlichen Demokratien,
die progressive soziale Bewegungen davon abhält, wirkliche Massenphänomene zu werden. Geht halt immer nur so und so lange. Jeden Tag auf der Straße für das Richtige und Wichtige einzustehen, bevor man zu Hause wieder Essen auf den Tisch packen muss.
Das soll allerdings nicht so klingen, als ob ich die Idee der aktiv gelebten Intervention ablehnen würde. Ohne die genannten (und sicher auch die nicht genannten) Bewegungen, wäre die extremeSchieflage, in der sich die USA befinden sehr viel schneller sehr viel schiefer geworden.
Mit Sicherheit sind diese Proteste wichtig und (wie oben erwähnt) zeigen ja auch Wirkung. Ob es langfristig genug sein wird, um das Land davon abzuhalten in einen richtigen Bürgerkrieg zu rutschen? Mal gucken. Noch halten genug Leite die Umstände für erträglich genug. Hoffentlich bleibt das so.
ich denke problem in usa ist auch sie haben nicht solches wahrheits media wie hier wir haben böhmermann und el hozo aber wenn amerikan leute wollen wisdom über alles dann sie müssen in tv schon zuhören auf taylor swift oder bilie eilish
Hatte sich Neil Young nicht auch schon mal von Spotify zurückgezogen, aus Protest gegen irgendwas? Hat mich damals dazu gebracht, mir Mirrorball nochmal auf CD zu kaufen...
N halbes Jahr später war Neil aber wieder online...
Neil Young hatte seine Musik 22 aus Protest gegen den The Joe Rogan Experience Podcast von Spotify entfernt.
Rückgängig gemacht hat er das zwei Jahre später, nachdem der Exklusivvertrag zwischen Spotify und Rogan ausgelaufen und der Podcast auch auf Amazon und Apple verfügbar war. Young meinte, wenn er die auch noch verlassen würde, könne ja dann niemand mehr seine Musik streamen...
dropkick murphys haywire 617- citizen i.c.e
https://www.youtube.com/watch?v=0k_O5w9kpH…