Worum geht es wohl, wenn einer der profiliertesten Rap-Journalisten des Landes ein Buch schreibt? Man muss schon sagen, dass Kollege Jan Wehn mit seiner Themenwahl nicht gerade verblüfft: Natürlich geht es wieder um Deutschrap, entsprechend unmissverständlich betitelt er sein jüngstes Werk (Reclam …

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  • Vor 20 Tagen

    Würde ich sogar lesen, wenn's keine Liebeserklärung wäre und es sich das auch noch so plakativ ans Rever heftet. Das ist Einbahnstraßenschreibe.

    Wenn Deutschrap eines wirklich braucht, ist es aufrichtige Kritik und eine Auseinandersetzung der verschiedenen Stilepochen

    • Vor 20 Tagen

      Rede!
      Seit jeher großen Respekt vor Jan Wehns Knowledge und Nerdtum gehabt, aber dass er einfach jeden Scheiß feiert, macht es halt schwer, seiner Urteilskraft zu vertrauen.
      Über ihn hinaus war das eh immer ein Problem von Deutschrap-Journalismus, dass die Rezeptionshaltung außer abfeiern kannten.

  • Vor 20 Tagen

    Die für mich einzig relevante Frage bezüglich D-Rap ist: Wieso ist er im Vergleich zu Ami-Rap so viele tausende Mal schlechter?

    Stellt euch mal ein Ranking mit den besten US-Rap-Acts vor und daneben jeweils einen ebenbürtigen, deutschsprachigen Künstler. Ab welchem Platz würde es diesen ebenbürtigen Act denn überhaupt geben? Ab Platz 80?

    • Vor 20 Tagen

      Wenn wir die besten US-Rapper mit jeweils einem ebenbürtigen deutschen Künstler vergleichen, sind die jeweils genauso gut, denn das bedeutet das Wort ebenbürtig ja: gleichwertig / mit gleichen Fähigkeiten ausgestattet. Also was genau ist deine Frage?

    • Vor 20 Tagen

      Also ich würde für meine Top-40 der US-Rapper für keinen Platz einen ebenbürtigen D-Rap-Act finden. Mein Lieblings-Artist aus DACH wäre also nur so gut wie Platz 41 meiner US-Liste.

    • Vor 20 Tagen

      Dieser Kommentar wurde vor 20 Tagen durch den Autor entfernt.

    • Vor 20 Tagen

      Zu der Frage, warum Deutschrap schlechter ist:. Da gibt es sicher nicht DEN einen Grund, sondern viele, die zusammmenwirken. 1. Das Leben und die Kultur in der USA ist anders als in Deutschland. Vor allem im Bezug auf deutschen Gangsta Rap, wirkt dieser oft recht recht kindisch (Ausnahmen bestätigen die Regel). 2. Die DACH Region ist klein im Ggs. zu den USA, welche vier Mal so viele Einwohner haben. Mehr Leute - mehr Talente. 3. Der "Ami-Rap-Bias": Viele Hörer assoziieren US-Rap automatisch mit Coolness und dem Ursprung des Genres, was die Wahrnehmung positiv beeinflusst, vielleicht ist es bei dir auch so? 4. In Deutschland wird Deutschrap aus Prinzip gern gehatet, wer auf sich hält, findet bei allem ein Haar in der Suppe. 5. Der Hörer kriegt, was er bestellt. Wenn sich Lelele gut verkauft, gibt es mehr Lelele. Kannst bestimmt noch weitere Gründe finden.

    • Vor 20 Tagen

      Easy. OG Keemo kommt locker in die Top 1% im nicht „schlecht“ sein, wobei schlecht mir ein subjektives Kriterium zu sein scheint, was die ganze Frage fragwürdig macht. Soll heißen: ich stimme bei der ersten Annahme nicht zu.

    • Vor 20 Tagen

      @CAPSLOCKFTW darauf genau zielten meine Punkte 3. und 4., ob die Grundannahme überhaupt stimmt, dass Deutsch-Rap "so viele tausende Mal schlechter" ist als Ami-Rap.

    • Vor 20 Tagen

      Jenseits von "meine US #41 = meine D #1" finde ich es viel Lustiger zu überlegen welche US Rapper*innen sich mit welchen deutschen Künstlern decken:

      Torch = deutscher Melle Mel, ist klar.

      Aber:
      Dendemann = deutscher Black Thought? Oder doch besser Guru?

      Ist Capital Bra der deutsche 69?

      Ist Summer Cem der deutsche Action Bronson, oder doch eher Imbiss Bronko? Oder Toni L?

      Deutscher Snoop Dogg?

      Und wer ist der amerikanische Eko Freezy?

      Legt mal bitte los und macht mich lachen!

    • Vor 19 Tagen

      Es gibt schon einzelne Deutschreppers die sicherlich gut mithalten können, Keemo wurde hier als Beispiel ja schon genannt, kann man sicher noch 3-4 Weitere finden. Fakt ist aber schon, dass wenn du irgendwie Top 50 Amis anschaust, findest du maximal 5-10 Gestalten in Deutschland, die da - auf verschiedenen Levels - auf Augenhöhe sind.

    • Vor 19 Tagen

      Finde das jetzt irgendwie nicht so überraschend? Wenn man sich mal die Geschichte US-Amerikanischer/westlicher Musik allgemein anschaut, dann geht ja ein Riesenteil der musikalischen Innivationen und bahnbrechenden Entwicklungen auf das Konto der afroamerikanischen Community. Ist zwar etwas klischeehaft, aber ja mMn trotzdem grob richtig, dass Musikalität und Rhythmus in der schwarzen Community viel stärker verankert sind als z.B. hier in Kartoffeldeutschland.

      (Das hat jetzt bei der Rockmusik z.B. den weißen Teil der Bevölkerung auch nicht daran gehindert, das Genre quasi zu übernehmen. Aber Rap hat als Genre halt den Vorteil, dass die Einstiegshürden viel geringer sind und man quasi nur sich selbst und vllt n Laptop mitbringen muss, um schon was reißen zu können.)

    • Vor 19 Tagen

      Mit Ami Rap lässt sich das kaum vergleichen.
      Aber wenn man Deutschrap mit Rap aus GB oder Frankreich vergleicht muss man schon sagen dass die das dort auch besser machen.

    • Vor 19 Tagen

      "Und wer ist der amerikanische Eko Freezy?"

      Ich finde, Drake ist ein Rapper, der irgendwie alles so'n bisschen, aber nichts richtig kann.

      "Deutscher Snoop Dogg?"

      Greeen, Haze.

      "Oder Toni L?"

      Wenn ich an "Schreirapper" denke, fällt mir als erstes DMX ein.

      Und haben die Amis eigentlich auch einen Fler?

    • Vor 18 Tagen

      Fler hat sich in seiner Karriere stark von US-Vorbildern beeinflusst gezeigt, insbesondere von der East Coast und Künstlern wie The Notorious B.I.G insofern ist die Frage schwer zu beantworten, ob die Amis auch einen Fler haben.

    • Vor 18 Tagen

      Ich habe im laufe der Jahre so viele tolle Ami Rapper gesehen die live so unfassbar whack waren das eine reguläre DE Vorband oft besser war. Produktion in den USA (und FR) Topp. Style innovativer. Aber bessere Rapper? Im mittel für mich nicht.

    • Vor 15 Tagen

      Nas & Lauryn Hill mit weitem Abstand bis dato schlechtestes Konzert meines Lebens. Snoop auch peinlich schlecht, Ice Cube genauso. Wirklich sehr oft Trauer, gerade bei arrivierten Künstlern.
      Dafür gibt es bei kleineren Künstlern oft richtig gute Shows. Bei Shad hat es Schweiß von der Decke geregnet, das war mindestens genauso großartig wie es widerwärtig war.

  • Vor 19 Tagen

    Ja, dieser letzte Absatz "Sag die Wahrheit" würde mich brennend interessieren. Alles andere tut dann wohl so wenig weh, dass man vergisst, dass das Buch im Regal steht. "Könnt ihr uns hören" habe ich leider auch nicht ganz geschafft, da die Aufmachung auch nicht die allerspannendste war.

  • Vor 19 Tagen

    Lest lieber das Buch von Miri als diesen Murks. ;)