Worum geht es wohl, wenn einer der profiliertesten Rap-Journalisten des Landes ein Buch schreibt? Man muss schon sagen, dass Kollege Jan Wehn mit seiner Themenwahl nicht gerade verblüfft: Natürlich geht es wieder um Deutschrap, entsprechend unmissverständlich betitelt er sein jüngstes Werk (Reclam …
Rede! Seit jeher großen Respekt vor Jan Wehns Knowledge und Nerdtum gehabt, aber dass er einfach jeden Scheiß feiert, macht es halt schwer, seiner Urteilskraft zu vertrauen. Über ihn hinaus war das eh immer ein Problem von Deutschrap-Journalismus, dass die Rezeptionshaltung außer abfeiern kannten.
Die für mich einzig relevante Frage bezüglich D-Rap ist: Wieso ist er im Vergleich zu Ami-Rap so viele tausende Mal schlechter?
Stellt euch mal ein Ranking mit den besten US-Rap-Acts vor und daneben jeweils einen ebenbürtigen, deutschsprachigen Künstler. Ab welchem Platz würde es diesen ebenbürtigen Act denn überhaupt geben? Ab Platz 80?
Wenn wir die besten US-Rapper mit jeweils einem ebenbürtigen deutschen Künstler vergleichen, sind die jeweils genauso gut, denn das bedeutet das Wort ebenbürtig ja: gleichwertig / mit gleichen Fähigkeiten ausgestattet. Also was genau ist deine Frage?
Also ich würde für meine Top-40 der US-Rapper für keinen Platz einen ebenbürtigen D-Rap-Act finden. Mein Lieblings-Artist aus DACH wäre also nur so gut wie Platz 41 meiner US-Liste.
Zu der Frage, warum Deutschrap schlechter ist:. Da gibt es sicher nicht DEN einen Grund, sondern viele, die zusammmenwirken. 1. Das Leben und die Kultur in der USA ist anders als in Deutschland. Vor allem im Bezug auf deutschen Gangsta Rap, wirkt dieser oft recht recht kindisch (Ausnahmen bestätigen die Regel). 2. Die DACH Region ist klein im Ggs. zu den USA, welche vier Mal so viele Einwohner haben. Mehr Leute - mehr Talente. 3. Der "Ami-Rap-Bias": Viele Hörer assoziieren US-Rap automatisch mit Coolness und dem Ursprung des Genres, was die Wahrnehmung positiv beeinflusst, vielleicht ist es bei dir auch so? 4. In Deutschland wird Deutschrap aus Prinzip gern gehatet, wer auf sich hält, findet bei allem ein Haar in der Suppe. 5. Der Hörer kriegt, was er bestellt. Wenn sich Lelele gut verkauft, gibt es mehr Lelele. Kannst bestimmt noch weitere Gründe finden.
Easy. OG Keemo kommt locker in die Top 1% im nicht „schlecht“ sein, wobei schlecht mir ein subjektives Kriterium zu sein scheint, was die ganze Frage fragwürdig macht. Soll heißen: ich stimme bei der ersten Annahme nicht zu.
@CAPSLOCKFTW darauf genau zielten meine Punkte 3. und 4., ob die Grundannahme überhaupt stimmt, dass Deutsch-Rap "so viele tausende Mal schlechter" ist als Ami-Rap.
Worum geht es wohl, wenn einer der profiliertesten Rap-Journalisten des Landes ein Buch schreibt? Man muss schon sagen, dass Kollege Jan Wehn mit seiner Themenwahl nicht gerade verblüfft: Natürlich geht es wieder um Deutschrap, entsprechend unmissverständlich betitelt er sein jüngstes Werk (Reclam …
Würde ich sogar lesen, wenn's keine Liebeserklärung wäre und es sich das auch noch so plakativ ans Rever heftet. Das ist Einbahnstraßenschreibe.
Wenn Deutschrap eines wirklich braucht, ist es aufrichtige Kritik und eine Auseinandersetzung der verschiedenen Stilepochen
Rede!
Seit jeher großen Respekt vor Jan Wehns Knowledge und Nerdtum gehabt, aber dass er einfach jeden Scheiß feiert, macht es halt schwer, seiner Urteilskraft zu vertrauen.
Über ihn hinaus war das eh immer ein Problem von Deutschrap-Journalismus, dass die Rezeptionshaltung außer abfeiern kannten.
Von Wehn??
Der W.
Au W
https://www.youtube.com/watch?v=PqFmpd21gy…
Die für mich einzig relevante Frage bezüglich D-Rap ist: Wieso ist er im Vergleich zu Ami-Rap so viele tausende Mal schlechter?
Stellt euch mal ein Ranking mit den besten US-Rap-Acts vor und daneben jeweils einen ebenbürtigen, deutschsprachigen Künstler. Ab welchem Platz würde es diesen ebenbürtigen Act denn überhaupt geben? Ab Platz 80?
Wenn wir die besten US-Rapper mit jeweils einem ebenbürtigen deutschen Künstler vergleichen, sind die jeweils genauso gut, denn das bedeutet das Wort ebenbürtig ja: gleichwertig / mit gleichen Fähigkeiten ausgestattet. Also was genau ist deine Frage?
Also ich würde für meine Top-40 der US-Rapper für keinen Platz einen ebenbürtigen D-Rap-Act finden. Mein Lieblings-Artist aus DACH wäre also nur so gut wie Platz 41 meiner US-Liste.
Dieser Kommentar wurde vor 40 Minuten durch den Autor entfernt.
Zu der Frage, warum Deutschrap schlechter ist:. Da gibt es sicher nicht DEN einen Grund, sondern viele, die zusammmenwirken. 1. Das Leben und die Kultur in der USA ist anders als in Deutschland. Vor allem im Bezug auf deutschen Gangsta Rap, wirkt dieser oft recht recht kindisch (Ausnahmen bestätigen die Regel). 2. Die DACH Region ist klein im Ggs. zu den USA, welche vier Mal so viele Einwohner haben. Mehr Leute - mehr Talente. 3. Der "Ami-Rap-Bias": Viele Hörer assoziieren US-Rap automatisch mit Coolness und dem Ursprung des Genres, was die Wahrnehmung positiv beeinflusst, vielleicht ist es bei dir auch so? 4. In Deutschland wird Deutschrap aus Prinzip gern gehatet, wer auf sich hält, findet bei allem ein Haar in der Suppe. 5. Der Hörer kriegt, was er bestellt. Wenn sich Lelele gut verkauft, gibt es mehr Lelele. Kannst bestimmt noch weitere Gründe finden.
Easy. OG Keemo kommt locker in die Top 1% im nicht „schlecht“ sein, wobei schlecht mir ein subjektives Kriterium zu sein scheint, was die ganze Frage fragwürdig macht. Soll heißen: ich stimme bei der ersten Annahme nicht zu.
@CAPSLOCKFTW darauf genau zielten meine Punkte 3. und 4., ob die Grundannahme überhaupt stimmt, dass Deutsch-Rap "so viele tausende Mal schlechter" ist als Ami-Rap.
https://youtu.be/3Fz_UvJVEvg?is=Z8DlJwx4Qi…