Slutwalk
Ashnikko geht für gewöhnlich etwas größere Risiken in ihrer Musik ein, langt damit aber eben auch gerne mal daneben. Auch mit "Itty Bitty" betritt sie neues Terrain, und ich bin mir noch nicht vollends sicher, wie ich das finde.
Vorbei sind die Tage der edgy Goth- Industrial-, oder Metalbeats, das hier ist stumpfe, extra horny Partymucke, voll auf die Zwölf. Zu sagen, dass Ashnikko diesem Y2K-Sound nicht gerecht werden würde, wäre gelogen. Sie klingt über diesen stampfenden House-Synths schon ziemlich selbstbewusst und charismatisch. Nur verliert sie damit eben auch ein wenig ihr Alleinstellungsmerkmal.
Zuvor hätte ich einen Ashnikko-Song blind erkannt, weil wirklich fast niemand klang wie sie. Den Sound von "Itty Bitty" kann ich mir in derselben Form, nur noch besser auf meinen Geschmack zugeschnitten, auch bei Artists wie Slayyyter oder Cobrah abholen. Als One-Off-Single fände ich es dementsprechend auch vollkommen in Ordnung, ich mache mir nur Gedanken, ob Ashnikko diesen Sound über ein ganzes Album interessant gestalten kann.
1 Kommentar
Oh, da wollte wohl ein Labelchef seiner Industry Plant unbedingt den Brat-Anstrich verpassen.
Eigentlich ein gutes Zeichen, weil dann können wir diese komischen Rock-Crossover-Experimente, die ohnehin niemand wollte, so langsam einstampfen.