Drei Rage-Experimente
Was nicht heißen will, dass nicht mit dem Rage experimentiert wird. Hier sind drei Nicht-Rage-Artists, die probiert haben, wie man den Sound in den Pop zurückholen könnte:
1. Don Toliver
Zuerst: Wenn es einen Usher gibt, der ein eigenes Crunk'n'B macht, dann ist es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht Joji, auch wenn ich das irgendwie schade finde. Wahrscheinlich ist es Don Toliver, dessen jüngstes Album "Octane" einfach mal gigaerfolgreich ist. Da sind definitiv ein paar Rage-Momente drauf, die gut funktionieren. Er füllt wirklich immer mehr die Travis-Rolle aus, auch neue Sounds mitzuadaptieren. Trotzdem: Das "Yeah" für den Rage'n'B fehlt noch, fürchte ich.
2. Baby Keem
Keems großer Live-Rager und Titeltrack auf dem neuen Album hat sich daran stilistisch definitiv ebenfalls orientiert. Der Rest des Albums hat mit diesem Sound dann zwar eher gebrochen, aber ich finde es interessant, dass es einen Präzedenzfall gibt, dass Rapper mit so viel Live-Appeal eventuell einen oder zwei maximalistische Rage-Momente mit aufnehmen.
3. Cortis
Übrigens: Während unsere Popmusik immer noch sehr Indie-lastig und entsprechend weit weg von Untergrund-Rap ist: Die Koreaner haben den Rage schon vollkommen in ihr Herz geschossen. Die große neue Rookie-Boygroup Cortis hat mit "Fashion" ihren absoluten Signature-Song klar von Carti inspirieren lassen, und ich finde: Das funktioniert musikalisch supergut, ohne irgendwen zu verschrecken.
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