Dreht auf dem Teller
Ich werde die Release-Strategie von Haiyti, glaube ich, nie verstehen. Also irgendwie ist es ja respektabel: Sie haut einfach raus und raus und raus. Sie macht, worauf sie gerade Lust hat, und die Songs sind ja irgendwie auch regelmäßig ziemlich gut. So wie dieser neue hier:
Alles tiptop, starke Hook, gut arrangiert, süßes Video. Was will man mehr? Aber ich habe trotzdem das Gefühl, selbst starken Haiyti-Afficionados fällt es schwer, so richtig Schritt mit ihrem Output zu halten, weil sie gefühlt alles dafür tut, um das Pisse-in-den-Ozean-Gefühl mit der Musik zu amplifizieren. Die Songs kommen, die Songs gehen. Man hat zunehmend weniger das Gefühl, ihre Arbeit habe identifizierbare Stadien oder Äras. Sie macht einfach Track nach Track nach Track, vielleicht bleibt mal einer hängen, wahrscheinlich aber nicht. Das muss schon eine Masterclass darin sein, wie man dieses ganze Musik-Veröffentlichen nicht angehen sollte.
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