J. Cole fell off?
Ich wollte übrigens auch noch ein paar Töne zum J. Cole-Album zum Besten geben, obwohl, wie gesagt, unser Autor David dazu schon sehr sinnvolle Sachen gesagt hat. Aber irgendwie lässt mich diese sehr seltsame Hörerfahrung nicht ganz los. Auf Spielfilmlänge hatte ich daran wenig so richtig auszusetzen. Klar, ab und zu mal eine Line, und irgendwann gab es ein paar Parts zu viel aus der Perspektive von Leuten, die J. Cole erzählen, wie ultramegaaffengeil sie J. Cole finden (gerappt aus dem Mund von J. Cole). Ich weiß ja nicht.
Aber trotzdem: Er flowt schon einfach supergut, die ganze Zeit. Musikalisch fällt auch nichts so wirklich durch. Wieso fand ich es also so dreadful, mir dieses Album ganz anzuhören? Ich habe inzwischen zwei Theorien, die so ein bisschen ineinander übergehen, die erste: Dem ganzen Ding fehlen Highlights. Cole ist immer in dem gleichen geschmackvoll-introspektiven Bag, aber es ist jetzt auch nie so, dass er mich mit dem Schlaghammer der Erkenntnis hittet. Es klingt immer klug, ohne akut klug zu sein. Da ist nie ein Bild, das mich überrascht, nie ein Gedanke, den man nicht schon hundertmal gehört hat. Er spielt vor allem, indem er Fehler vermeidet. Aber dieses ganze Tape geht nicht ein Risiko ein, das sich hätte auszahlen können.
Noch keine Kommentare