... und was ist mit der Realness?
Möchten wir danach noch das Fass "KI-Musik" anstechen? Eigentlich nicht, aber ... hilft ja nix. Sieht so aus, als hätte Deutschrap inzwischen auch einen Rap-Bot, und, nein, ich meine leider nicht diesen:
Sondern dieses Ding hier, Nimi. Das ist nämlich gar kein Mensch, sondern ein Kunstprodukt:
"KI ist dabei ein Werkzeug, kein Ersatz für Kreativität", erklärt das Team dahinter, "Nimi als Figur ist generiert, aber die Texte und die Geschichten dahinter sind es nicht." Ich hab' echt keine Ahnung, wie ich das finden soll. Einerseits gibt es so viel seelenlose Scheißmusik, bei der es wirklich keinen Unterschied macht, ob sie nun aus der Retorte kommen oder vom Fließband eines Stangenwareproduzenten rollen. Um den x-ten Montez-, Kontra K- oder, ach, keine Ahnung, you name it-Track zu machen, muss wahrlich kein Herzblut mehr fließen. Da ist dann ja letztlich egal, ob echte Menschen oder Maschinen egale Musik machen.
Andererseits sind Musik und Kunst halt trotzdem immer noch sehr emotionale Themen, bestimmt nicht nur für mich, und die Vorstellung, so etwas zutiefst Menschliches wie Gefühle von einer Maschine vorgegaukelt zu bekommen, die nicht wissen kann, wie sich etwas anfühlt, widerstrebt mir einfach in jeder Zelle meines Körpers.
Noch andererseits: Ist das wirklich noch ein Problem, wenn man es eh gar nicht mehr auseinanderhalten kann?
Die olle Realness-Debatte brauchen wir jedenfalls wirklich nicht mehr zu führen, wenn wir Hip Hop den Maschinen überlassen.
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