Drei Outcasts als Hauptcast
Beginnen wir mit einer kleinen Querschau über die Singles der Woche. Zum Beispiel mit einem neuen Wurf von JAW, der sich mit "Statistensterben" bald auf Albumlänge zurückmelden wird und dafür nun den Titeltrack vorausgesendet hat:
Und ich weiß ehrlich nicht, was ich hiervon halten sollte. Erster Eindruck: Das muss doch vor allem etwas für Nostalgiker sein, oder? Grundsätzlich ist es ja erstmal nichts Schlechtes, wenn ein sehr geliebter Deutschrap-Akteur nach all den Jahren zurückkehrt, um quasi nahtlos da weiterzumachen, wo er abgesetzt hat.
Und doch: Seit Franz Pökler über den Song "Elena" gesprochen hat, treibt mich auch ein wenig die Frage um, wie gut dieses ganze alte JAW-Material gealtert ist. Und ich rede nicht nur von akut politischen Gründen, sondern von in Attitüde und Spirit. Hier stößt mir vor allem ein ziemlich hängengeblieben wirkender Rynerr auf, der sich 2026 über Autotune aufregt. Bruder, der Kampf ist gekämpft, die Schlacht geschlagen, auf dem Schlachtfeld wachsen Blumen, die Blumen wurden für ein Dorf plattgemacht, das Dorf wurde modernisiert und das modernisierte Dorf wird gerade gentrifiziert. Was?
Aber auch Jotta macht mit seinen Horrorcore-Außenseiter-Filmreferenzen-Game einfach nicht so wahnsinnig viel Spaß. Gefühlt schleppt sich das eher mühselig vor sich hin. Irgendwie hätte ich doch erwartet, dass ein so künstlerischer Guy wie JAW in 20 Jahren irgendeine Transformation erleben würde.
1 Kommentar
ich finde jaw toa album 16 jahre später noch fresh. Aber diese single ist unendlich wack.