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The Number Ones

Noch mehr als das digge ich gerade das eigentlich schon eine ganze Weile existierende Format von Stereogum: Das heißt The Number Ones und wühlt sich Woche um Woche durch alle Nummer-eins-Hits der Billboard-Geschichte. Das klingt erstmal so "joah", weswegen ich mir sehr lange nicht den Kick gegeben habe, mir das wirklich reinzuziehen. Aber, wow, wow, wow, ist das alles krass gut gemacht.

Autor Tom Breihan vollzieht wirklich jedes Mal den tiefsten und vollumfänglichsten Deep Dive in diese Songs, den man sich irgendwie vorstellen kann. Ich bin wirklich immer wieder neu so absolut beeindruckt davon, wie tiefschürfend man diese Songs durcharbeiten kann, ich fühle mich wirklich wie im siebten Himmel. Nicht nur bewertet er nämlich die Songs. Er gibt erst einmal eine vollumfängliche Biographie aller Lead Aritsts (sofern sie denn neu in der Kolumne auftauchen), geht dann darüberhinaus auch noch auf jeden Produzenten, jede Produzentin, die Geschichte der Samples und die Musikindustrie-Dynamiken dahinter ein.

Dieser Mann hat mehrere Paragraphen über den Deutschrap-Produzenten OZ geschrieben, weil er einer von gefühlt dreihundert Produzenten auf "Sicko Mode" war. über diese Kolumne habe ich gelernt, dass es einen Max Martin des Spotify-Cores gibt: Sein Name ist Louis Bell, und wenn man einmal darauf achtet, merkt man, dass er wirklich hinter lächerlichen Unmengen großer Streaming-Hits vom Ende der Zehnerjahre steht, insbesondere hinter denen von Post Malone. Das ist alles so krass interessant und unglaublich liebevoll gemacht. Ich gebe euch im Anhang ein paar meiner bisherigen Favoriten zum Reinschnuppern. Aber seid gewarnt, diese Artikel sind alle ellenlang.

Childish Gambino - This Is America

Drake - Nice For What

Roddy Ricch - The Box

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