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Lichtjahre entfernt

Ich war, ehrlich, viel enttäuschter von diesem jetzt allzu lang angekündigten Kollaboalbum von Nas und DJ Premier. Viel wurde schon über die eher unterwältigende Produktion von Preemo geredet, die tatsächlich eine ganze Menge Atmosphäre eingebüßt hat und stellenweise regelrecht klingt, als versuche er, zwanzig Jahre zu spät halbgare Pharrell-Beats zu machen.

Aber manchmal bin ich auch irritiert davon, dass Leute sich seit ein paar Jahren nicht mehr trauen, Nas zu kritisieren. Weil, wow, dieses Tape hat ein paar Duds von seiner Seite. Was ist das für ein Track, in dem er sich als den Krypto-Scarface hinstellt und dann die ganzen zwei Parts über schmierige Business-Tipps gibt? Das ist euer GOAT? Oder der bescheuerte Track, in dem er behauptet, der Untergrund klinge gerade nach dieser sehr hängengebliebenen Spielart Boom Bap?

Den Track, in dem er alle Frauen outshoutet, finde ich gleichermaßen irgendwie süß, aber auch ein bisschen arg anbiedernd und paternalistisch. Vor allem, weil er am Ende einfach nur ohne jede Kohärenz irgendwelche Namen aneinanderreiht, als hätten sie im Raum für zehn Minuten gebrainstormt welche weiblichen Rapper ihnen so einfallen. Naja. Für Hardliner bestimmt trotzdem ein Ereignis.

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6 Kommentare mit 2 Antworten

  • Vor 21 Tagen

    Dank diesem Album verstehe ich plötzlich den Hate den ein junger (und noch nicht völlig peinlicher) Kool Savas in alten Interviews gegenüber 0815-Premo Beats hatte.

  • Vor 21 Tagen

    Dank diesem Album verstehe ich plötzlich den Hate den ein junger (und noch nicht völlig peinlicher) Kool Savas in alten Interviews gegenüber 0815-Premo Beats hatte.

  • Vor 20 Tagen

    Verstehe den Rant nicht. Wie immer halt. 3 gute Beats und Songs für die Playlist. Rest weg. Typisches Rapalbum. Die drei Tracks tun dem Ohr trotzdem gut gegenüber allem, was Ynk so jubelpersert.

    • Vor 20 Tagen

      Also inhaltlich teils korrekt. Aber denselben Maßstab bitte, wenn jmnd durch ein Sieb in ein Mikro scheißt oder über kurzgehypte Ohrenkrebsmusik Plattitüden von sich gibt.

    • Vor 20 Tagen

      Geh ich absolut d'accord mit. Ja es gibt die ein oder anderen irritierenden Bars von Nas, aber dem gegenüber stehen wirklich von solide bis grandios gerappte Parts. Man könnte Preemos Beats teilweise als mediocre bezeichnen und hätte damit nicht mal Unrecht.

      Nicht das Überding geworden aber das liegt auch bisschen an der eigenen Erwartungshaltung.

      Daher der Rant von diesem Yannik eher unverständlich vor allem wenn man bedenkt das 21 Savage was maximal auch nur mid ist, hier 4 Sterne in der Review bekommt und in der nachfolgenden Slide ein absolut vergessbarer Song als Brett betitelt wird.

      Naja so ist das mit Musik und Geschmackssache, ne

  • Vor 20 Tagen

    Die ersten 3-5 Songs sind groß und Nas ist stimmlich und technisch für mich einfach die Werkseinstellung von gutem Rap. Da fällt dann erst auf den zweiten Hörer auf, dass er mittlerweile wirklich viel Stuss labert.

    Sein letztes Album, das mir richtig was gegeben hat, war halt Life is good.

    Plus: Das Cover ist super hässlich.

  • Vor 20 Tagen

    Beats sind echt mid/enttäuschend, dabei hatte Preemo auf dem De La Soul-Album doch noch richtige Bretter.
    Nas' Crypto-Gelaber peinlich.
    Von der Legends-Serie eins der schlechtesten Releases leider.

  • Vor 20 Tagen

    Bin ja eigentlich sowohl Nas- als auch Premo- Ultra, aber das ist einfach bumslangweilig.
    Geht mir aber mit der ganzen Legends-Reihe so. Ich finds zum Einschlafen, ausgenommen die De La, die war ganz sweet.
    Pump ich lieber weiter die Esdee Kid