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Sautragisch.

Unter "relativ merkwürdig" würde ich auch Favorites Album "Queenkiller" verbuchen. Um nicht zu sagen: sautragisch. Nach einiger Anlaufzeit haben sie das Ding am zweiten Weinnachtsfeiertag nun tatsächlich veröffentlicht, und schon die Track-by-Track-Analyse, mit der sie bei House of Arts wohl Appetit darauf machen wollten, schürt stattdessen den Verdacht: Irgendwo tief unten in einer Schublade wären die Aufnahmen besser aufgehoben gewesen. Will meinen: im Papierkorb.

Statt dessen hauen die nicht ein, sondern gleich zwei Alben raus: Parallel zu "Queenkiller" erschien ein weiterer Longplayer namens "3002". Mich macht die Beschäftigung mit Fav und damit, was aus ihm geworden ist, ja regelmäßig so wahnsinnig traurig, dass ich es kaum schaffe, mir sein Zeug wirklich anzuhören. Kollege D-Vee dagegen, der ist Tragik von Berufs wegen gewohnt, entsprechend härter im Nehmen und hat mir seine (aller Erfahrung nach zutreffende) Einschätzung des Doppel-Releases gleich zusammen mit dem Link zu obigem Video aufs Brot geschmiert:

"Ich hätte ja nie gedacht, dass der noch 'ne Albenlänge schafft, aber, Gott! Klingt das scheiße. Mal davon abgesehen, dass der Fav-Humor heute voll aus der Zeit gefallen ist und bestenfalls für 'ne Runde Nostalgie taugen würde, à la 'Ach, das habe ich als Pubertierender gehört, um mich so richtig krass zu fühlen', bekommt er es selbst nicht mehr umgesetzt. Noch ein sehr deutliches Zeichen dafür, dass sein Part auf dem 'Blessed'-Song von Kolle geschrieben wurde."

Ich meine, siehs mal so: Am Ende steht von Selfmade ... jetzt gar keiner mehr.

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