Rap und Gewalt
Man fühlt sich wirklich ein bisschen wie in einem Zeitkarussell gefangen, das eine*n in unregelmäßigen Abständen irgendwie immer wieder an derselben Stelle ausspuckt. Verdirbt Hip Hop die Jugend? Verroht die Gesellschaft - wegen Rap? Ich weiß gar nicht, wie oft diese Frage in den letzten ... hmm ... dreißig-plus Jahren schon erörtert wurde. Aktuell ist sie der Süddeutschen Zeitung wieder eine Schlagzeile wert. Kollege Jakob Biazza befasst sich dort mit dem Zusammenhang zwischen Rap und Gewalt.
Genau genommen befasst er sich mit einer Studie zum Thema von Roland Gerhard Fryer Jr. Der Wirtschaftswissenschaftler lehrt als einer der jüngsten Professoren an der Elite-Uni in Harvard. Zusammen mit seinem Team hat er das Programm US-amerikanischer Radiosender und die Entwicklung von Straftaten in deren Sendegebieten unter die Lupe genommen, Unmengen von Daten ausgewertet, und kam zu dem Schluss: Nicht Hip Hop gebiert Gewalt, sondern umgekehrt: Rap antwortet auf die Entwicklungen in der Gesellschaft.
Seine Erkenntnisse hat Professor Fryer auch schon im Rahmen eines TED-Talks präsentiert:
... bei solchem Lehrpersonal kommt einem ein Wirtschaftsstudium plötzlich wie eine interessante Option vor.
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