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Nicht genug Xatar?

Von Wa22ermann hätte ich natürlich auch problemlos zu Xatar überleiten können. Die haben ja bereits miteinander gearbeitet, außerdem hat Wa22er ihn in ihrem Freestyle noch ge-namedroppt. Nicht wirklich verwunderlich, der genau heute vor einem Jahr verstorbene Rapper ist derzeit ja in aller Munde. Was natürlich an der dreiteiligen Dokumentation liegt, die seit ein paar Tagen in der ARD-Mediathek bereit liegt:

Alle reden und schreiben sie drüber, auch meine wunderbare Kollegin Magda, und ich? Ich komme mir gerade vor wie der einzige halbwegs Rap-affine Mensch in diesem Land, der das Ding noch nicht gesehen hat. Ich werd' das schon noch nachholen, ja. Schon allein, weil ich schier grenzenloses Vertrauen in die Drehbuchautoren habe: Alex Barbian und Falk Schacht stecken dahinter, und die machen bekanntlich keinen Scheiß.

Vielleicht raff' ich dann endlich, warum die komplette Hip Hop-Blase hierzulande unisono schon immer so ein Gewese um Xatar machte. Ich mein', ich versteh' ja, dass seine ganze Geschichte mit Rap, Goldraub, Flucht, Knast, unternehmerischem Größenwahn, Bruchlandung und seinem unerwarteten, natürlich viel zu frühen Tod Material für zu erzählende Geschichten galore bietet. Ich versteh', seit Jahren schon, und noch immer aber kein Stück, wie er zu seinem Hip Hop(!)-Legenden-Status gekommen ist.

Ohne Scheiß: Das war doch nie ein beeindruckender, stilprägender, abseits seiner Person auch nur IRGENDWIE interessanter Rapper? Was genau hat Xatar musikalisch denn gerissen? Ich will ihn gar nicht schmähen, der Mann ist tot, er hat absolut verdient, in Frieden zu ruhen. Trotzdem würde ich wirklich gerne irgendwann kapieren, worauf genau seine übergroße Legacy fußt. Vielleicht verrät mir das ja dieser Dreiteiler. Ich bin gespannt.

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