Rückzug vom Rückzug?
Nicht mit irgendwelchen Ausreden, sondern ganz offiziell von der Bühne verabschiedet hatte sich Moses Pelham - mit "Letzten Worten" und einer großen Abschiedstour (zu der er selbstverständlich sogar auftauchte). Hat er den Ruhestand ein Jahr später jetzt schon wieder satt? Klingt eigentlich nicht danach, was er den Badischen Nachrichten so beim Weinchen erzählt:
Er sei nach wie vor hochzufrieden, mit seiner Entscheidung, sich so intensiv mit seinem Karriereende auseinandergesetzt, dieses letzte Album gemacht, die letzten Konzerte gespielt zu haben, so Pelham, gerade in dem Bewusstsein, dass es das letzte Mal war. ABER: "Ich schreib' natürlich immer noch Musik und Texte und so. Einerseits für mich privat (...) so 'ne Sammlung von Eindrücken, Gefühlen, Auseinandersetzung mit bestimmten Situationen. Ich schreib' ohnehin sehr, sehr langsam. Ich schrieb immer schon sehr langsam, aber jetzt noch langsamer, weil es halt so ein Hobby-Ding ist", sagt er. "Aber ohne diese Auseinandersetzung würde ich sehr ungern leben."
Allzu große Hoffnungen auf einen baldigen Rückzug vom Rückzug, auf eine Rückkehr aus der Rap-Rente sollte sich trotzdem besser niemand machen: "Für mein Werk war es unfassbar wichtig, diesen Schlussstein zu haben", so Pelham. Den habe er "im Vollbesitz meiner Kräfte" gesetzt, und nichts deutet darauf hin, dass er an dem noch einmal rütteln will. Zumindest momentan nicht.
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