Cole-EP im Streaming
Eins der großen Releases in diesem Jahr war ja dieses immens lange J. Cole-Projekt. Das war in meinen Augen leider eine ziemliche Enttäuschung: überlang, produktionstechnisch oft fade und auf die ganze Dauer recht erschlagend. Ich war doppelt enttäuscht, denn er hatte davor diese Teaser-EP namens "Birthday Blizzard" rausgehauen, die so viel vielversprechender gewirkt hatte.
Ich musste damals via Kreditkarte einen Euro an J. Cole zahlen. Nichts wird gegönnt, ihr kriegt den Spaß jetzt doch noch nachträglich umsonst via Streaming. Vier Tracks sind das, auf denen Cole über superexplosive Nullerjahre-Instrumentals drübergeht, und auf einmal hat es das Adrenalin und die Energie, die Cole auf seinen eigenen Alben oft fehlt. Das ist wohl auch der Grund, warum er auf Features immer so abreißt. Er gesteht sich einfach nicht ein, der Explosionen-und-Feuerwerk-Triple-A-Actionfilm-Rapper zu sein, den er in sich hat, und versucht stattdessen meditativ, der zweite Kendrick zu werden. "Birthday Blizzard" wäre der Weg.
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