Elena war gestern
Indes gibt es weiter Neues von diesem anstehenden Album von JAW. Der weiß ja, dass einen Frauennamen als Titel zu wählen, ihm im Rahmen seiner Arbeit immerhin ein bisschen Aufmerksamkeit beschert. Also: Was hat es mit dieser "Hanna" auf sich?
Wir kriegen es hier mit einem in zwei Verses geteilten Storyteller über eine Tochter strenger Eltern zu tun. Der erste Part zeigt eine klischeehafte strenge Mutter, die ihrer Tochter verbietet, einen Jungen zu sehen, und sie anweist, besser in der Schule zu sein. Als Antwort kommt ein Brief der Tochter zurück, die sagt, sie werde davonrennen, weil sie sie hasse.
Und ... joa, nech? Irgendwie fühlt sich der ganze Track völlig unterwältiged an. Es klingt so, als versuche man ohne jede Inspiration, die Form und die Atmosphäre alter JAW-Songs zu reproduzieren. Aber die Charaktere fühlen sich flach und egal an, die Teenie-Angst kommt ulkig, aus dem Mund dieses viel älteren Mannes.
Ich checke einfach nicht, was der Punkt dieses Songs sein soll. Er schockt mich nicht, er hat auch keine über Generika hinausgehenden Gedanken und Charakterisierungen zu bieten. Sogar der Rap fühlt sich irgendwie klobig auf diesen recht austauschabren Beat an. Ich weiß wirklich nicht.
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