Die Spotify-Charts sind weirdSo, damit kommen wir von Untergrund-Weirdness zu Mainstream-Weirdness. Die nehmen sich nämlich im Moment gar nichts. Kann mir jemand erklären, was da gerade in den deutschen Streaming-Charts passiert?Das hier ist ein Screenshot vom 3. Januar, und aus irgendwelchen Gründen …

Zurück
  • Vor 2 Tagen

    Ich würde auch halt einfach sagen, dass es daran liegt, dass Streaming-Zahlen mittlerweile weniger als statistische Messung betrachtet werden, sondern als Marketing-Tool. Ich glaube, dass da die Zahlen vieler Künstler im großen Stil frisiert werden. Als Gracias Manager dabei erwischt wurde, wie er 20.000 Exemplare ihrer Alben gekauft hatte, meinte er auch zu seiner Verteidigung, dass solche Sachen eine gängige Praxis in der Musik-Industrie seien. Fake it till you make it.

    Vor kurzem wurden gegen Drake ähnliche Vorwürfe erhoben. Und um noch ein wenig Verschwörung mit einzustreuen: Die Streaming-Plattformen lassen das bei großen Künstlern oft zu, da es bei denen glaubwürdiger erscheint, das sie solche Zahlen machen. Die Musik von Unsereiner wird dann hingegen gesperrt, wenn sie ohne eigenes zu tun auf KI-Playlists landen UND trotz dessen, dass man es den Plattformen gemeldet hat. Alle Systeme und Algorithmen heutzutage sind darauf ausgerichtet, dass die, die schon viel haben, mehr bekommen und die, die nichts haben, keine faire Chance auf einen Aufstieg erhalten.

  • Vor 2 Tagen

    Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht.

    War aber irgendwie auch noch nie so wirklich anders.

  • Vor einem Tag

    Ich glaube es liegt an dem Spiel Hitster, was sicherlich einige Haushalte über Weihnachten infiltriert hat. Dabei muss man raten aus welchem Jahr bestimmte Lieder stammen und die Lieder werden per QR-Code über Spotify aufgerufen!

  • Vor einem Tag

    Vermutung:

    bereits vor Anbruch des Streamingzeitalter haben die Leute zu großen Teilen alte Mucke gehört, ABER weil man dazu damals die Platte im Regal stehen haben musste, und sie somit nur einmal pro Konsument verkauft worden ist, hat sich das in der Auszählung der Charts (wie hiess das eigentlich früher? Hitparade?) nicht wirklich bemerkbar gemacht.

    Heute, wo wir alle fröhlich streamen, selbst wenn wir die Platte im Regal stehen haben (ist ja viel einfacher und schneller... soll mir keiner erzählen, dass wir das nicht alle schonmal so gemacht hätten), schlägt sich das eben entsprechend in der Auswertung der Charts nieder.

    Weiss da jemand Genaueres? Bilde ich mir das alles nur ein?

    • Vor 8 Stunden

      Völlig korrekt. Die Charts sagen mittlerweile mehr über Michels Hörgewohnheiten aus als über aktuelle Musiktrends. Darum befindet sich um Weihnachten auch 90% Weihnachtspop in den Singlecharts und um Karneval noch mehr Schlagergrütze als sonst. Ist also mit der „Hitparade“ (Tonträger-Verkaufsranking) von vor 20 Jahren oder früher nicht mehr zu vergleichen.

  • Vor 18 Stunden

    Dass Normalsterbliche Sosa la M nicht kennen, geschenkt. Aber als irgendwie-dann-doch-Deutschrap-aus-journalistischen-Gründen-Hörer hätte man schon mitbekommen, dass der irgendwie mit Luciano nen Song (oder mehrere?) hat. Aber vermutlich kennt yannik nicht mal Luciano.

  • Vor 6 Stunden

    Spotify nutzen auch nur noch Leute, die wirklich gar nichts mehr fühlen.

  • Vor 6 Stunden

    Ich hab heute diesen Take gelesen, dass viele Leute durch "Stranger Things" wieder verstärkt alte Songs hören.

    https://www.n-tv.de/leute/Stranger-Things-…