Doubletime: Zurück an den Herd, Shirin!
vom 3. September 2026
Zurück an den Herd, Weib!Das ganze Gossip-Begleit-Kasperletheater rundherum kann aber halt auch spannend sein. Deswegen (und weil ich sie gerade am Rand erwähnt habe) werde ich den Teufel tun und euch verschweigen, dass Shirin David mit ihrer Netflix-Doku ganz und gar nicht glücklich zu sein scheint.
Naja, dafür gibt es wenigstens die meisten männlichen Obdachlosen, die einfach als selbstverständlich angenommen werden und keine Bedürfnisse haben. Vielleicht tröstet sie das etwas. Ich mache das auch immer so, wenn es mir schlecht geht: ich schaue einfach an den unteren Rand - empfehlen auch einige Therapeuten.
Ich habe ja sonst immer Verständnis für solche Diskussionen, aber hier ist die Debatte tatsächlich ein wenig forciert und geht am eigentlichen Thema vorbei.
"Ich kann mir zum Beispiel beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine Journalistin einem männlichen Künstler, der sich beschwert, er sei nicht korrekt dargestellt worden, herablassend raten würde, doch bitte wieder Selfies posten zu gehen."
Wenn der Künstler als Beauty oder Fitness-Influencer bekannt war, ist dieses Szenario durchaus möglich. Habt ihr alle keine Fantasie? Und ehrlich gesagt erinnert die Art und Weise, wie hier diese "Was wäre, wenn die Geschlechter vertauscht wären."-Rhetorik auch eher an das, was ich sonst aus der Manosphere kenne und zurecht als eine simplifizerende Art zu Argumentieren kritisiert wird.
Wenn wir die Argumentationslinie ernsthaft verfolgen, würde ich sogar folgendes sagen: Hätte sich ein Mann über seine Darstellung in einer Dokumentation beschwert, hätten die meisten Journalisten wohl auch gesagt, dass das die Natur solcher Dokus ist und das Format eben nicht dafür gedacht ist, einen Image- oder gar Propaganda-Film für sich selbst zu produzieren. Und da wäre sicher auch die ein oder andere Spitze von Kolumnenschreibern gekommen, à la "Der harte Rapper ist doch verweichlicht." oder ähnliches, was auch Geschlechterrollen reproduziert.
"Autor Moritz Hackl watscht sie stattdessen mit einem kaum verklausulierten 'Husch, zurück an den Herd, Weib!' ab. Gehts noch?"
WO? Die Aussage dieser Spitze war "Wenn du nicht damit umgehen kannst, wie andere Leute deine Lebens- und Erfolgsgeschichte als Person der Öffentlichkeit interpretieren, dann lass es bleiben." Es wird im Absatz davor auch genau so gesagt. Bleibt doch bitte beim Thema und hängt euch nicht an diesem kleinen Satz auf.
Vor allem bleibt doch bei einem anderen Thema als die Luxusprobleme dieser Pseudoemanze, die kurz davor ist den Harald Glöökler Imitation Award abzuräumen.
Zurück an den Herd, Weib!Das ganze Gossip-Begleit-Kasperletheater rundherum kann aber halt auch spannend sein. Deswegen (und weil ich sie gerade am Rand erwähnt habe) werde ich den Teufel tun und euch verschweigen, dass Shirin David mit ihrer Netflix-Doku ganz und gar nicht glücklich zu sein scheint.
Naja, dafür gibt es wenigstens die meisten männlichen Obdachlosen, die einfach als selbstverständlich angenommen werden und keine Bedürfnisse haben. Vielleicht tröstet sie das etwas. Ich mache das auch immer so, wenn es mir schlecht geht: ich schaue einfach an den unteren Rand - empfehlen auch einige Therapeuten.
Ich habe ja sonst immer Verständnis für solche Diskussionen, aber hier ist die Debatte tatsächlich ein wenig forciert und geht am eigentlichen Thema vorbei.
"Ich kann mir zum Beispiel beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine Journalistin einem männlichen Künstler, der sich beschwert, er sei nicht korrekt dargestellt worden, herablassend raten würde, doch bitte wieder Selfies posten zu gehen."
Wenn der Künstler als Beauty oder Fitness-Influencer bekannt war, ist dieses Szenario durchaus möglich. Habt ihr alle keine Fantasie? Und ehrlich gesagt erinnert die Art und Weise, wie hier diese "Was wäre, wenn die Geschlechter vertauscht wären."-Rhetorik auch eher an das, was ich sonst aus der Manosphere kenne und zurecht als eine simplifizerende Art zu Argumentieren kritisiert wird.
Wenn wir die Argumentationslinie ernsthaft verfolgen, würde ich sogar folgendes sagen: Hätte sich ein Mann über seine Darstellung in einer Dokumentation beschwert, hätten die meisten Journalisten wohl auch gesagt, dass das die Natur solcher Dokus ist und das Format eben nicht dafür gedacht ist, einen Image- oder gar Propaganda-Film für sich selbst zu produzieren. Und da wäre sicher auch die ein oder andere Spitze von Kolumnenschreibern gekommen, à la "Der harte Rapper ist doch verweichlicht." oder ähnliches, was auch Geschlechterrollen reproduziert.
"Autor Moritz Hackl watscht sie stattdessen mit einem kaum verklausulierten 'Husch, zurück an den Herd, Weib!' ab. Gehts noch?"
WO? Die Aussage dieser Spitze war "Wenn du nicht damit umgehen kannst, wie andere Leute deine Lebens- und Erfolgsgeschichte als Person der Öffentlichkeit interpretieren, dann lass es bleiben." Es wird im Absatz davor auch genau so gesagt. Bleibt doch bitte beim Thema und hängt euch nicht an diesem kleinen Satz auf.
Vor allem bleibt doch bei einem anderen Thema als die Luxusprobleme dieser Pseudoemanze, die kurz davor ist den Harald Glöökler Imitation Award abzuräumen.
Hab ich etwas überlesen oder wo schreibt moritz hackel das?
Dr Freddy bitte in den OP!