Einen Tag vor dem Start des Glücksgefühle Festivals am Hockenheimring hat der Veranstalter die Synthie-Pop-Band Alphaville ausgeladen. Dies machte Sänger und Songwriter Marian Gold am Morgen auf den Social-Media-Accounts der Band bekannt.

In der Begründung für die Absage habe das Festival-Team …

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  • Vor einem Monat

    Meine Vermutung ist, dass sie endlich gemerkt haben, wie sehr "Forever Young" sich in die Perfektionismus-Neurosen unserer Zeit einreiht und somit ganz und gar nicht für Glücksgefühle sorgt, sondern eher für (Jugend-)Wahn, Realitätsferne und Gefühlschaos steht, in Verbindung natürlich mit den geltenden Tik-Tok-Trends.

  • Vor einem Monat

    Peinlich vor allem, wenn man sich den Rest des Line Ups anschaut. Im Gegensatz zu Alphaville sind da Acts mit durchaus interessanten Positionen dabei. Nura hat sich nicht nur mit Ruhm bekleckert was Israel und Palästina angeht (ja, nur meine Meinung, bitte keine neue Grundsatzdiskussion) und mit Andy Gabalier hat man einen Wirtshausfascho am Start.

    • Vor einem Monat

      Nicht nur Deine Meinung und mit Gabalier trifft Du den Nagel auf den Kopf. Dessen Weltbild und Frauenbild zaubert jedem Identitären blaue Herzchen in die Augen.
      Da kann man jemanden, der sich offen für Demokratie einsetzt nun wahrlich nicht gebrauchen, bei solchen Acts. Mich überkommt gerade wieder dieser Würgereiz.

    • Vor einem Monat

      Andreas Gabalier zu BILD: „Ich bin seit 2013 nicht mehr auf Festivals aufgetreten, weil ich seitdem auch alleine die großen Hallen und Stadien füllen darf“.
      Weiß gerade nicht was schlimmer ist: die Auslade-Aktion, der Fascho, der scheinbar große Hallen füllt oder das Festival? ich bin maximal ratlos und finde glaube ich alles gleich scheisse…

    • Vor einem Monat

      Nicht nur Du.

    • Vor einem Monat

      Und jetzt alle:
      Hodi odi ohh di ho di eh
      Hodi odi ohh di ho di eh
      Hodi odi ohh di ho di eh
      Hodi odi di eh …

      Wenn ich mir vorstelle, wie das aus zehntausenden Kehlen schallt, reicht Fremdscham bei weitem nicht mehr aus. Dafür müsste man ein neues Wort erfinden.

    • Vor einem Monat

      Nura…. Moment, da haben wir doch ein Protokoll zur Weiterführung der Diskussion, oder?
      1) Apartheidsstaat
      2) Islamfaschismus
      3) Siedlungsausbau
      4) Antisemitismus
      5) Völkermord
      6) kein Völkermord, sieht nur aus der Distanz betrachtet ganz schön ähnlich aus

      und dann gab es doch noch zwei Zusatzpunkte, an die ich mich aber leider nicht mehr genau erinnere. Einer war glaube ich Nazipunks, kann das sein?

  • Vor einem Monat

    Aber ein reaktionärer Lappen wie Gabalier, der sich auf Coverfotos gerne mal zum Hakenkreuz verrenkt geht klar, sowie queer- und frauenfeindliche Sprüche absondert, geht offenbar klar. Welche krass-staatsgefährdenden Äußerungen, die das Publikum dieser Veranstalztung nachhaltig traumatisieren könnten erwartet man denn von Alphaville?
    Will man sich da unter Umständen einem aktuellen Zeitgeist vorauseilend anbiedern, dessen Protagonisten stets verlangen, Musik müsse "unpoliddisch" sein..?!

    • Vor einem Monat

      Beide Fragen kann man eindeutig mit „Ja“ beantworten.
      Oder um Poldi aus der legendären TicToc-Werbung zu zitieren: „Klarer Sieg für alle“ - oh man.

    • Vor einem Monat

      Ja, so ist das wohl. Zumal die Entscheidung eine Band wegen vergangener Ansagen oder Äußerungen auszuladen bereits hochpolitisch ist, vor allem wenn man Alphaville auslädt, und Gabalier auftreten darf.

    • Vor einem Monat

      Vorauseilend trifft es ziemlich genau, befürchte ich.
      Rückgratloser Opportunismus at it's best.

    • Vor einem Monat

      Ob Festival oder BRD: Wenn mans genau nimmt, ist Hass auch nicht politisch. Insofern alles easy, entspannt euch mal.

  • Vor einem Monat

    Das muß diese Cancel Culture sein, von der die Neonazis immer reden...oder träumen?

  • Vor einem Monat

    Dies muss dieser Schänzel Culture sei, von wo dieze Kackophonies immer träumen
    .

    .
    And the beat goes on!

  • Vor einem Monat

    Alphaville sollten dankbar sein, dass sie dort nicht auftreten müssen/dürfen.
    Wer bei „Künstlern“ wie David Guetta, Ski Aggu, Andreas Gabalier, Zartmann und Mark Forster Glücksgefühle bekommt muss völlig debil sein.
    Danach geht’s ohne Zwischenstopp in den Fernsehgarten.

    „Wir dulden keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art auf unserer Bühne“ …

    Gabalier ist an sich schon ein politisches Statement, ohne dass er überhaupt die Fre**e aufmacht.

  • Vor einem Monat

    Nach "Resi, i hol di mit meim Traktor ab" kam bis heute nix Vergleichbares mehr und der einzig echte Volksrocknroller bleibt für immer Wolle Fierek.
    Meine Meinung.

  • Vor einem Monat

    Alphavile hab ich jetzt nicht so als stark politisch im Kopf, hab ich da was verpasst?

    Peinliche Aktion. Aber wird ja immer mehr. Beim Wacken gab es doch auch Ärger mit der Security. FCK AFD wäre zu politisch aber Nazi Kleidermarken waren kein Problem.

    • Vor einem Monat

      Deren Musik ist ziemlich unpolitisch, aber die haben spätestens seit Trump ihre Songs nutzt die Schnauze voll und äußern sich eindeutig. Aber wer in der Vergangenheit was gegen Faschismus gesagt hat und nicht verspricht, das in Zukunft zu unterlassen, der stört den Charakter des Festivals. So zumindest die ultrapeinliche Erklärung der Veranstalter. Diese Regelung sei eine Reaktion auf die vielen Zuschriften, die sie nach einer vergangenen Veranstaltung erhalten haben. Ergo: Dieses Festival wird von Arschlöchern besucht und der Veranstalter möchte auf deren Ticketkäufe keinesfalls verzichten.

    • Vor einem Monat

      Alphaville haben sich schon in den 80ern durchaus in alternativen Kreisen bewegt, interessant fand ich dazu die "Reflektor"-Folge mit Marian Gold.

    • Vor einem Monat

      Gold stammt aus der linken Szene. Es gibt durchaus einige politische Songs der Band. Vor allem auf dem Album "Prostitute". Dafür muss man aber gar nicht so tief buddeln. "Forever Young" handelt von Atomkrieg und war stark von dem politischen Klima der frühen/mittleren 1980ern geprägt.

  • Vor einem Monat

    Hätte nicht gedacht das Lukas Podolski so drauf ist! aber dieses Vorgehen kennt man von den Eliten in Deutschland seit 1930...sich schon mal rechtzeitig für die Zeit nach der Machtergreifung in Position zu bringen, um dann noch näher am Futtertrog zu sein!

    • Vor einem Monat

      Naja, der Hellste war der Lukas noch nie.

    • Vor einem Monat

      Dummer Kommentar, Mixemoe. Du weißt doch überhaupt nicht, ob Lukas Podolski diese Entscheidung mitgetragen hat oder davon wusste.
      Bisher hat sich nur Markus Krampe für die Ausladung gerechtfertigt.

    • Vor einem Monat

      "wir haben doch von nix gewusst" ist im Zusammenhang der (etwas sehr weitreichenden) Vorwürfe von Mixemoe echt keine gute Antwort.

    • Vor einem Monat

      Will sagen, Podolski ist für den ganzen Scheiß so oder so mitverantwortlich, nur weil er einer der Gründer dieses ominösen Festivals war?

    • Vor einem Monat

      Er streicht die Kohle ein, er gibt sein Gesicht und seinen Namen, er reagiert nicht. Ich bin in dem Festival nicht so drin. War er Gründer und ist raus? Dann wäre das anders zu bewerten. Ist er Gründer und dabei? Warum sollte er nicht verantwortlich sein? Wenn in meiner Unternehmung Leute Scheiße bauen und ich toleriere das, bin ich natürlich verantwortlich.

  • Vor einem Monat

    Mal wieder ein Beleg dafür, dass "unpolitisch" eine Dogwhistle für "wir tolerieren Menschenfeinde, solange sie nicht bei uns den Mund aufmachen, aber hassen Progressive, wenn sie sich in den sozialen Medien äußern." ist.

  • Vor einem Monat

    Wer geht da bitte überhaupt hin? Bei einem reinen Pop-Festival 42 von 50 Acts rein männlich zu besetzen ist auch gar nicht so leicht. Und nein, Gabalier habe ich nicht doppelt männlich gezählt. Dachte das gejt nur in der Hardcore-Szene.

  • Vor einem Monat

    "Wir sind Leute, die sich freuen, Menschen mitzubringen, die sich politisch äußern und stabil sind“, sagte Campino. In Münster habe sich Alphaville gegründet, dort sei für sie alles losgegangen. Und dann kam überraschend Marian Gold unter großem Jubel auf die Bühne. „Sie sind so viel Millionen Mal größer als dieses beschissene Piss-Festival“, sagte der Hosen-Sänger. Gemeinsam sangen sie dann „Forever Young“.

    Langsam wird's tatsächlich richtig witzig.

  • Vor einem Monat

    Wird den hatern nicht gefallen, bzw. wird sicher gleich wieder ins Lächerliche gezogen, aber im Endeffekt macht Campino bei jeder Show aktuell ne richtig stabile politische Ansage (was man so mitbekommt). Hier in München z.B. gegen das geplante Abschiebeterminal.

  • Vor einem Monat

    Alphaville raus und Gabalier rein? Geht's da wirklich um politische Botschaften oder nur um die "richtigen" politischen Botschaften?

  • Vor einem Monat

    Okay, aber die Bretter, die Jens Spahn & Ehemann laut Ski Aggu auf irgendwelchen Berliner Partys ziehen, die sind jetzt schon wieder zu heiß um sie noch irgendwo informierend erwähnen zu können, oder was?! :angry: :nerved:

  • Vor einem Monat

    Kommando zurück! Poldi hat ein Machtwort gesprochen!

  • Vor einem Monat

    ***EIL***
    Sie dürfen nun doch dort singen. Ich denke, das war mal wieder eine Lehre für uns alle: Erst "nein" sagen, dann "Doch" sagen und am Ende, was bleibt!? Ganz genau: Glücksgefühle! Chapeau an den Veranstalter! *JUMP*