Platz 24: Out of Kaktus (2003)

Och, nö. Egal aus welcher Richtung man auch immer auf etwas schaut: Irgendwo ist immer hinten. Hier eben in der Mitte, im Jahr 2003. Nach Jahrzehnten voller Veröffentlichungen bleibt es nicht aus, dass auch mal eine Platte dazwischenrutscht, die weniger überzeugt. Oder sogar einmal eine richtig schwache. Ja, selbst bei Helge Schneider.
In der ersten Hälfte der 2000er befand er sich hörbar in einer Umbruchsphase. So richtig wusste er wohl selbst nicht, wo er hinsollte. Noch schlimmer: Statt wie chaotischer Nonsens wirkt der Humor hier merkwürdig gestelzt, als müsse Helge auf Knopfdruck liefern. Musikalisch streckt Schneider die Fühler zwar in alle möglichen Richtungen aus, den Jazz lässt er dabei aber nie völlig los.
Experimente sind was Feines. Nur zünden diese hier selten. Der vermeintliche Techno-Banger "Reiten (Lass Mich Bitte Bitte Bitte Bitte Auf Dir Reiten)" markiert fraglos einen der schwächsten Momente seiner Diskografie. "Mörchen" zählt zwar zu seinen größten Hits, fällt musikalisch im Vergleich zu vielen anderen seiner Songs aber ausgesprochen schwach aus. "Pommes" sind trotzdem was leckeres.
Unterm Strich bleibt "Out Of Kaktus" ein typisches Übergangsalbum. Eins, das man schnell vergisst, wenn man nicht gerade heimlich Möhrchen mümmelt.
Tipp: "Pommes" und wohl irgendwie notgedrungenerweise "Mörchen"
Och, nö: "Reiten (Lass Mich Bitte Bitte Bitte Bitte Auf Dir Reiten)", "Das Universum"
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