Streit um "Blood Fire Death" – Teil 1

Ein ungewöhnlicher Namensstreit läuft aktuell zwischen einer norwegischen und einer deutschen Band, die beide als Blood Fire Death auftreten. Bei beiden handelt es sich um Bathory-Tribute-Acts, keine von beiden hat also streng genommen den Namen erfunden, handelt es sich dabei doch um einen Song- bzw. Albumtitel Bathorys.
Zum Hintergrund: Die deutsche Band Blood Fire Death – A Tribute To Bathory aus Bruchsal ist bereits seit 2010 aktiv, spielt Liveauftritte und veröffentlichte 2019 auch eine DVD. Seit 2024 performten bekannte skandinavische Musiker (Erik Danielsson von Watain, Ivar Bjørnson und Grutle Kjellson von Enslaved, Ex-Mayhem-Gitarrist Blasphemer, Ex-Bathory-Bassist Frederick Melander, Ex-Emperor-Drummer Faust, Apollyon von Aura Noir plus wechselnde Gäste wie u.a. Gaahl, Nergal, Ihsahn und Attila Csihar) ebenfalls unter dem Namen Blood Fire Death (mit dem Zusatz "A Tribute To Quorthon And The Music of Bathory"). Letztere traten dieses Jahr etwa beim Wacken Open Air auf.
Der deutschen Band zufolge kam es durch die doppelte Verwendung des Namens Blood Fire Death immer wieder zu Verwechslungen. So habe unter anderem Arte sie einmal auf ihren angeblichen Hellfest-Auftritt angesprochen, obwohl das die andere Band betraf. Außerdem seien Booking-Anfragen eingegangen, die eigentlich für die Skandinavier gedacht waren usw. Eigener Aussage zufolge versuchte die deutsche Band deshalb, eine Einigung mit den Skandinaviern ob des geteilten Namens zu erzielen, blieb damit jedoch erfolglos. "Die einzige Antwort, die wir erhielten war, dass unsere Bands nicht verwechselt werden könnten, schließlich unterscheiden sich die Logos", schrieben die Deutschen im Juni 2026.
Im Juli schoben sie hinterher: "Unser Name ist ein eingetragenes EU-Trademark und in fortwährender Verwendung seit 2010. Es ging nie darum, jemanden davon abzuhalten, Quorthon zu ehren – nur darum, den Namen zu schützen, unter dem wir seit über einem Jahrzehnt stehen, aufgetreten sind und aufgenommen haben. Wir bleiben bereit zum Reden und wollen die Dinge nicht weiter eskalieren (werden das aber tun, wenn nötig). Für uns ist klar, dass es nur eine Band gibt, die den Namen 'Blood Fire Death' legal nutzen darf – und das sind wir."
Die skandinavische Seite hielt sich öffentlich lange bedeckt, äußerte sich am 2. Oktober nun aber erstmals ebenfalls zum Sachverhalt. Dazu mehr im nächsten Slide.
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