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L.I.V.E. in São Paulo

Beginnen wir die heutige Ausgabe im Kino. Dort startet heute (25.März) der Bring Me The Horizon-Konzertfilm "L.I.V.E. in São Paulo". Knappe zwei Stunden lang führen die Briten durch ihre jüngste Stageshow – wer die Bandauf NX_GN World Tour live erlebt hat, wird vieles kennen.

Aufällig ist, wie viel Raum Bring Me The Horizon im Film ihren Fans geben. In diesem Punkt unterscheidet sich "L.I.V.E. in São Paulo" tatsächlich von vielen anderen vergleichbaren Produktionen. Das Screening beginnt mit mehrminütigem Fokus auf südamerikanische Anhänger:innen, die das Filmteam im Umfeld der am 30. November 2024 im Allianz Parque, São Paulo aufgezeichneten Show interviewte. Später während des eigentlichen Konzerts fangen unzählige im Publikumsraum positionierte (teils von Fans bediente) Kameras singende, tanzende, weinende, kreischende und verträumte Menschen ein, während die Band selbst im Verhältnis dazu recht wenig Screentime hat. Das bringt einerseits die Atmosphäre vor Ort näher und wirft einen als Kinozuschauer:in quasi mitten ins Geschehen – führt andererseits aber auch dazu, dass man selten das Gefühl hat, hier einer Liveperformance zuzugucken. Band-Performance und Sound wirken durch die irre hohe Schnittfrequenz und die schiere Menge an Kamerapositionen, die eben nicht die Band, sondern Szenen aus dem Stadion zeigen, irgendwie entkoppelt.

Immerhin: Bring Me The Horizon nutzen die Chance und erweitern das Showprogramm, bei der eine KI das Publikum als Testobjekte nutzt und die Menschheit vernichten will, um zusätzliche Elemente für den Kinosaal. Für nette Zwischentöne sorgt außerdem Sänger Oli Sykes, der stolz seine Portugiesischkenntnisse präsentiert und nicht müde wird zu betonen, wie sehr er seine neue Heimat Brasilien ins Herz geschlossen hat.

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