8. Brian Eno & Harold Budd - "The Plateaux Of Mirrors"
Und damit kommen wir ein zweites Mal zum Big Maestro, dieses Mal in seiner anderen Staple-Konstellation: Budd und Eno haben sich bei Enos kurzlebigen Label für obskure Musik kennengelernt. Budd war damals noch ein Jazz-Guy, der angefangen hat, sich für Komposition zu interessieren. Er wird eine wichtige Inspiration für Eno und andersherum sein.
Nachdem Eno dann definitiv den Ambient geschaffen hat, ist er für "Ambient 2: Electric Boogaloo" mit Budd zurückgekehrt, sie haben sich in eine Walhütte eingeschlossen und einfach nur herumprobiert, was sie da eigentlich tun. Oft wird das Sequel-Sequel "Ambient 4: The Pearl" als die bessere Iteration des Duos gelistet, die beiden sagen selbst, dass sie da mehr wussten, was sie tun.
Aber was, wenn das Geile am "Pleateaux Of Mirrors" ist, dass sie vielleicht noch nicht ganz wissen, was sie tun? Dieses Projekt ist mehr als viele Alben hier schnell im Verdacht, man könnte es nur als Spa-Musik nutzen. Ja, es ist ein tendenziell gefälliges Album. Aber in Enos und Budds Versuchen, akustisch an das Fließen von Wasser heranzukommen, ist eine luzide Kraft. Als ich eines Tages im Urlaub war und beschlossen habe, ich würde gerne auf einer Klippe sehen, wie die Sonne aufgeht, war das hier meine musikalische Wahl. Und je länger das Album lief und je mehr die Sonne sich anbahnte, fand sich in jedem schimmernden Klavier genau die richtige Resonanz in einem neuen Leuchten und Flimmern von Sonne im Meer.
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