EODM: "Unser Debüt ist die Transgender-Flagge!"

Auf die Frage des Interviewers, was die Leute immer wieder falsch verstünden, wenn es um seine Aussagen zur Bataclan-Nacht gehe, antwortete er: "Nun, zunächst mal waren sie nicht dort. Das ist das eine. Aber man muss auch bedenken, dass ich damals traumatisiert war. Ich war wirklich zutiefst traumatisiert und habe alle Menschen, die dabei gewesen sind, extrem beschützt. Ich würde nicht sagen, dass ich nicht mehr an die Dinge glaube, die ich damals gesagt habe, aber ich würde sie heute wahrscheinlich nicht mehr sagen, weil es einfach nicht nötig ist. Ehrlich gesagt, habe ich mich immer wie ein Rock'n'Roller gefühlt nach dem Motto: Mir ist es egal, wer wen wählt, lasst eure politischen Ansichten draußen, kommt rein und habt Spaß. Aus irgendeinem Grund haben die Umstände meines Lebens es mir für einen Moment unmöglich gemacht, diesen Luxus zu genießen." Er hielt es mit Elvis Presley, der einmal gesagt habe: "Ich bin Entertainer und es geht niemanden etwas an, wen ich wähle, denn ich bin nicht hier, um euch zu sagen, wen ihr wählen sollt."
Hughles verwies außerdem darauf, dass er neben der Verarbeitung der Bataclan-Katastrophe noch mit ganz anderen Dingen konfrontiert wurde: "Um es mal so auszudrücken: Die Zahl derer, die plötzlich auftauchten, um mich zu manipulieren und meine Tragödie für ihre Zwecke auszunutzen, war endlos. Das hat mich auf beiden Seiten des politischen Spektrums angewidert."
Als der Interview-Host Scott Michael Nathan erwähnt, dass er persönlich für Waffenbesitz sei und kein Problem mit der gleichgeschlechtlichen Ehe habe, erwiderte Hughes: "Dude, unser erstes Album ist buchstäblich die Transgender-Flagge. Ich habe nicht das Gefühl, dass das bei vielen Leuten angekommen ist. Ich bin in Palm Springs aufgewachsen. Niemand unterstützt die LGBTQ+-Community mehr als ich. Aber wenn alle aufgebracht, wütend und mit Hass beschäftigt sind, ist es schwer, die Nuancen zu erkennen."
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