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Ed Sheeran: Keine Haltung, keine Musiker

Dumm gelaufen für Ed Sheeran. Am Ende verließen ihn nämlich sogar alle Musiker seiner eigenen Band. Wer die aktuelle Doubletime-Ausgabe hierzu nicht gelesen hat - die Vorgeschichte nochmals in Kurzform: Ursprünglich wurde Rapper Macklemore als Support Act wegen propalästinensischer Äußerungen ausgeladen. Sheeran dachte sich offenbar so ziemlich gar nichts dabei, als er selbst auf Instagram verriet, dass hinter dieser Entscheidung der Konzert-Veranstalter stünde. Er selbst tätige nämlich keine politische Meinungsäußerungen auf der Bühne, da er für seine Fans er einen "Ort der Sicherheit und Zuflucht" schaffen wolle, so Sheeran. Der Veranstalter ist US-Milliardär Robert Kraft, Besitzer des NFL-Teams New England Patriots und des Gillette Stadiums in Foxborough (Massachusetts), in dem am 25. und 26. September zwei Sheeran-Konzerte stattfinden - und jüdischen Glaubens.

In seinem Stadion wolle er daher "allen Gästen ein willkommenes Umfeld" bieten und "keine Plattform für Hate Speech bieten", erläuterte Kraft. Der Rapper habe jedoch eine Vorgeschichte antisemitischer Rhetorik und Bildsprache, die die jüdische Gemeinschaft beleidige. Daraufhin stiegen alle anderen Support-Acts inklusive der eigenen Begleitband als Akt der Solidarität gegenüber Macklemore aus. Sheeran versuchte laut Social Media zu schlichten und zu vermitteln. Er sei entsetzt vom Nahostkonflikt und habe erfolglos mit Kraft, mit vielen Vertretern der Konzertorte sowie mit Aktivisten gesprochen, um eine Lösung zu finden. Seine Konzerte seien ein Ort des Zusammenkommens – kein politisches Forum. Glücksgefühle vibes.

Denn ähnlich wie bei Alphaville hätte Sheeran auch bei Macklemore mit einer kurzen Recherche schnell darauf kommen können, dass sich der Rapper auf der Bühne politisch sehr deutlich äußert - und "Free Palestine"-Rufe oder ein Song, in dem Israel Völkermord vorgeworfen wird, bei einem jüdischen Veranstalter wohl nicht besonders gut ankommt.

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1 Kommentar

  • Gerade eben

    "Er selbst tätige nämlich keine politische Meinungsäußerungen auf der Bühne, da er für seine Fans er einen "Ort der Sicherheit und Zuflucht" schaffen wolle"

    ...und das ist damit auch perfekt gelungen, würd' ich fast behaupten :D...