Grönemeyer fassungslos nach EU-Rückführungsverordnung

Herbert Grönemeyer hat sich in einem offenen Brief deutlich gegen die letzte Woche von der EU beschlossene Verschärfung ihrer Abschiebe- und Asylregeln positioniert. Die sogenannte Rückführungsverordnung, die unter anderem Abschiebezentren in Drittländern außerhalb der EU erlaubt, wurde mit einer Mehrheit der konservativen und rechten Fraktionen im Europaparlament beschlossen. Als Zielstandorte für Abschiebezentren sind Länder wie Ruanda, Uganda und Usbekistan im Gespräch.
Dass hier migrationspolitische Forderungen der extremen Rechten übernommen wurden, die das Gegenteil einer europäischen Willkommenskultur repräsentieren, will Grönemeyer nicht hinnehmen. Er sei "stumm, traurig und fassungslos", so der 70-Jährige und sieht einen "Schandfleck in der europäischen Geschichte auf ewig." UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk sprach von einem hohen Risiko von Menschenrechtsverletzungen bei der Rückführung schutzbedürftiger Menschen. Auch Pro Asyl kommentierte den Beschluss als "toxische Abschiebungsverordnung, die die Fantasie vieler rechter Hardliner zur Realität" werden lasse.
"Welch bizarres, schamlos brutales Triumphgebrüll der weißen Überheblichkeit" schreibt Grönemeyer außerdem und bezieht sich dabei auf die hässliche Szene, dass unmittelbar nach der Auszählung rechtsradikale Abgeordnete laut klatschten, die Fäuste ballten und "Send them back!“" grölten. Auf Social Media verbreitete sich das Video schnell.
2 Kommentare
Stabiler Mann. Einfach zum.Kotzen, wie sehr Menschen Oberwasser haben, deren einzigee Motivation, Lösungsansatz und Horizont sind: "Da muss man einfach mal wirder ordentlich draufhauen auf Menschen, dann gehts allen besser!"
Angesichts des sehr baldigen Massensterbens durch Lebensmittelengpässe und Klimawandel, isses von oben betrachtet eigtl. ganz okay, wenns zuende geht mit der Menschheit. Bei all den Persönlichkeiten, die wir uns anführen lassen, könnte man keinem Außerirdischen ein Fortführen dieses Unterfangens verkaufbar machen.
immerhin scheint er vergessen zu haben, dass europäische nachrichtendienste und innlandsgeheimdienste den amis geholfen haben, europäische staatsbürger ohne prozess nach abu ghraib und guantanamo zu schaffen, die dann dort gefoltert wurden. geben wir ihm noch 15 jahre dann hat er den aktuellen schandfleck sicher auch vergessen haben bzw es wird einen aktuellen schandfleck geben.