Bruce Springsteen wettert gegen Trumps ICE
Während US-Präsident Donald Trump nach einem Jahr Amtszeit recht erfolgreich ein Klima der Angst inner- und außerhalb der amerikanischen Staatsgrenzen geschaffen hat, trauen sich nur noch die wenigsten an öffentliche Kritik. Nicht so Bruce Springsteen, den längst auch aufgrund seiner politischen Äußerungen rechtmäßig mit "Boss" ansprechen muss. Bei einem Überraschungsauftritt in New Jersey forderte er die Einwanderungsbehörde ICE auf, sich "verdammt noch mal aus Minneapolis zu verpissen."
Der 76-Jährige ist ein engagierter wie furchtloser Trump-Kritiker und schickte seinem Song "The Promised Land" eine lange Rede voraus, in der er u.a. sagte: "Die Vereinigten Staaten, die Ideale und Werte, für die sie in den letzten 250 Jahren standen, werden gerade wie nie zuvor auf die Probe gestellt. Wenn ihr an die Macht des Gesetzes glaubt und dass niemand darüber steht, wenn ihr gegen schwer bewaffnete, maskierte Truppen seid, die in eine amerikanische Stadt einmarschieren und Gestapo-Methoden gegen unsere Mitbürger anwenden, wenn ihr der Meinung seid, dass sie es nicht verdienen, ermordet zu werden, weil sie Ihr amerikanisches Recht auf Protest ausüben, dann teilt diesem Präsidenten mit, was der Bürgermeister dieser Stadt bereits gesagt hat: ICE soll sich verdammt noch mal aus Minneapolis verpissen."
Vergangene Woche hatten Beamte der US-Abschiebebehörde ICE in Minneapolis eine unbewaffnete Frau in ihrem Auto mit mehreren Schüssen getötet. Sie habe einen ICE-Polizisten überfahren wollen und sei eine "inländische Terroristin", hieß es danach aus Regierungskreisen. Videoaufnahmen zeigten jedoch, dass die Frau ihren Wagen von dem ICE-Beamten wegsteuerte. Die Regierung schickte tausend weitere Beamte nach Minneapolis, um Migranten ohne Papiere aufzuspüren.
1 Kommentar
Ach… der Boss… sehr stabiler Dude!