Shirin-Doku: Traurige Frau im selbstgebauten Hamsterrad
vom 19. März 2026
Lange hat es gedauert. Viel länger, als geplant: Es verzögert sich halt manches, wenn man zwischendurch das komplette Team feuert. Seit vergangener Woche ist sie nun aber streambar, die gefühlt schon ewig versprochene Netflix-Dokumentation über Shirin David, angelaufen mit erstaunlich wenig Wirbel …
"Einen Hauch Mitleid bekomme ich, wenn überhaupt, allenfalls für Shirins Manager zusammengekratzt. Der tapfere Taban Jafari bekommt die Launen seiner Chefin unentwegt ungefiltert ab. Offenbar muss er sogar seine Freizeit mit ihr zubringen, sie nach Litauen begleiten, in das Haus, in dem Shirin mit Mutter und Schwester früher die Sommerferien verbracht hat. In diesem etwas schäbigen Ambiente, das für ihn ja keinerlei nostalgischen Mehrwert hat, sitzt er dann herum wie bestellt und nicht abgeholt, und man fragt sich schon, wie er diesen Trip wohl in Rechnung stellen wird. Immerhin ist der Mann zu ausreichend Selbstreflektion fähig, um sich selbst als Teil des Problems zu erkennen"
Danke für diesen fantastisch geschriebenen Artikel. Ganz viel Feingefühl bei der Wahrnehmung und Interpretation der Akteure. Toll!
Lange hat es gedauert. Viel länger, als geplant: Es verzögert sich halt manches, wenn man zwischendurch das komplette Team feuert. Seit vergangener Woche ist sie nun aber streambar, die gefühlt schon ewig versprochene Netflix-Dokumentation über Shirin David, angelaufen mit erstaunlich wenig Wirbel …
ich denke das ist genau richtige film zu richtige zeit für capslokk
Nein brudi, ich konsumiere so gut wie keine deutschsprachigen Filme oder Serien und werde das dafür auch nicht ändern.
Auch sonst klingt das doch ziemlich langweilig.
"Einen Hauch Mitleid bekomme ich, wenn überhaupt, allenfalls für Shirins Manager zusammengekratzt. Der tapfere Taban Jafari bekommt die Launen seiner Chefin unentwegt ungefiltert ab. Offenbar muss er sogar seine Freizeit mit ihr zubringen, sie nach Litauen begleiten, in das Haus, in dem Shirin mit Mutter und Schwester früher die Sommerferien verbracht hat. In diesem etwas schäbigen Ambiente, das für ihn ja keinerlei nostalgischen Mehrwert hat, sitzt er dann herum wie bestellt und nicht abgeholt, und man fragt sich schon, wie er diesen Trip wohl in Rechnung stellen wird. Immerhin ist der Mann zu ausreichend Selbstreflektion fähig, um sich selbst als Teil des Problems zu erkennen"
Danke für diesen fantastisch geschriebenen Artikel. Ganz viel Feingefühl bei der Wahrnehmung und Interpretation der Akteure. Toll!
Würde im Traum nicht auf die Idee kommen, mir dieses spätkapitalistische Elend anzuschauen, aber der Artikel war spannend zu lesen. Danke Dani!