Seit Mitte August läuft in Las Vegas, Nevada, der Prozess gegen Duane Davis. Ihm wird vorgeworfen, den Mordanschlag gegen Tupac Shakur in Auftrag gegeben zu haben, weil dieser zuvor seinen Neffen verprügelt hatte. Auch die Mordwaffe soll Davis besorgt haben. Nun hat eine Jury den ehemaligen Bandenchef …

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  • Vor 9 Tagen

    "In Nevada kann man auch wegen Mordes verurteilt werden, wenn man einem anderen bei der Begehung eines Verbrechens geholfen hat."

    Ist auch sinnvoll. Kann mir vorstellen, dass viele Morde in der Wüste passieren und man hinterher nicht mehr genau weiß, wer abgedrückt hat, etc. Von daher macht es in diesem Staat definitiv Sinn, auch die Helfer gleich mit zu verurteilen, wenn sie mit raus fahren. Zeugen, die keine Aliens sind, sind idR bestimmt auch eher Mangelware...

    • Vor 9 Tagen

      Das ist doch im Deutschland (und bestimmt vielen anderen Staaten) genauso - die Absicht zählt! Ob ich nun z.B. einen Killer beauftrage oder jemanden festhalten, damit ihn jemand anderes erstechen kann, Ziel meiner Handlung ist ja, jemanden zu töten...

    • Vor 9 Tagen

      wenn ich jemanden festhalte, damit dieser erstochen wird, bin ich idR mittäter...

    • Vor 9 Tagen

      Sehr laut zu fordern, die Helfer zu belangen... Ich muss schon sagen: Chapeau, Wiesel! Würde ich an Deiner Stelle genauso machen :)

    • Vor 8 Tagen

      Ich hab mal nachgeschaut. In Nevada gilt tatsächlich eine spezielle, ungewöhnliche Regelung, was Personen betrifft, die bei einem solchen Delikt anwesend waren. Der Satz "In Nevada kann man auch wegen Mordes verurteilt werden, wenn man einem anderen bei der Begehung eines Verbrechens geholfen hat" beschreibt halt diese Besonderheit nicht wirklich, sondern lässt sich genauso auf unser Recht anwenden.

    • Vor 8 Tagen

      Ich weiß nur von dem Fall um Tay-K damals, dass der Rapper nicht selbst derjenige war, der während des Einbruchs das Opfer erschossen hat. Da er Teil der Einbrecher-Gruppe war, bekamen er und die anderen dieselbe Strafe wie derjenige, der abgedrückt hat. In Texas gibt es das "Law of Parties", wo in einer Sonderreglung nicht mehr zwischen Täter und Komplizen unterschieden wird. Vielleicht war das hier auch der Fall.

    • Vor 8 Tagen

      Ich wollte eigentlich zum Ausdruck bringen, dass ich es schon sehr erstaunlich finde, dass es überhaupt Menschen außerhalb von Las Vegas in Nevada gibt und dass sie sich die Mühe machen, ein Gesetz diesbezüglich zu entwickeln, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass es Menschen(!) außerhalb von Las Vegas gibt, ja im Prinzip gegen 0 geht. Comprendido?

    • Vor 8 Tagen

      Nein? Wendler'sches egal und direkt "Viva Las Vegas" in der Version der Dead Kennedys hinterher!

      https://www.youtube.com/watch?v=W7UADqKeJjI

    • Vor 8 Tagen

      ...wenn Familienduell-Kandidat*innen versehentlich "Kalifornien" auf die Frage, in welchem US-Staat Las Vegas liegt, antworten, kann man ihnen einfach nicht böse sein, da die Kommerzialisierung schließlich Grenzüberschreitend voranschreitet. Aber Hey, dafür gibt's ja neben Poker auch Romme, äh, Reno. Eine Alibi-Stadt, die Las Vegas etwas die Verantwortung abnimmt, dann doch so zu tun, als hätte man es NICHT mit Absicht gemacht, einen Staat mit einer Großstadt auszusta(a)tten, nur um die eigene Bedeutungslosigkeit zu verschleiern und Kalifornien gleichzeitig dadurch nicht den ganzen Wüsten-Shit, in dem man nicht ausschließlich an Hitze sondern auch an (Selbst-)Morden stirbt, zuzuschustern.

  • Vor 9 Tagen

    ich sage es ungern, aber wenn ich mit einem (kapital)verbrechen in verbindung stehen würde, welches 12 jahre her ist, dann würde ich mich in der vernehmung an nichts mehr erinnern...

  • Vor 8 Tagen

    Übrigens: es gibt einen Bericht von der Tagesschau zu dem Thema, der nochmal eindrücklich zeigt, wie sehr die Rap-Kultur jetzt auch in der Mitte der Gesellschaft platziert worden ist. Ich finde immer so diese pop-sozio-pathischen Side-Effects ganz spannend, die man vielleicht auf dem ersten Blick tendenziell eher unterhalb der Meta-Medien-Ebene betrachten kann.

    • Vor 7 Tagen

      Die Tatsache allein, dass die Tagesschau (!) etwas über 2Pac (!!) macht, ist doch bereits vor Betrachtung von Form oder Inhalt eindrückliches Zeugnis, wie sehr die Rap-Kultur jetzt auch in der Mitte der Gesellschaft platziert worden ist.

      Wenn man sich jetzt allerdings vergegenwärtigt, dass mit 30 (!) Jahren Abstand ein Bericht über Tupac Shakur in der Tagesschau so innovativ und jugendlich daherkommt, als hätte das Erste Deutsche Fernsehen während meiner Postwendejugend über diesen krassen neuen Musiktrend namens Beatmusik berichtet (oder einem 2010er Teenie etwas über diesen heißen Scheiss namens Breakdance erzählt), dann liegt vielleicht einfach der Schluss nahe, dass wir alle nicht jünger werden, Ende.