Koletzki: Ein alter Geist im neuen Synthesizer
Oliver Koletzki ist inzwischen so lange Teil der Berliner Elektronikszene, dass sein Durchbruch fast schon nach Stadtgeschichte klingt. 2005 erschien "Der Mückenschwarm" auf Sven Väths Cocoon Recordings und machte den Produzenten einem großen Publikum bekannt. Seitdem hat Koletzki mit Stil vor Talent ein eigenes Labelimperium aufgebaut, unzählige Remixe veröffentlicht und sich musikalisch immer wieder zwischen melodischem Techno, House und elektronischem Pop bewegt. Nun hat er gemeinsam mit Retro/Grade die neue Single "Zoid" veröffentlicht. Ausgangspunkt war ein lange unveröffentlichter Track.
Das ist eine erfreulich unspektakuläre Geschichte. Denn während elektronische Musik seit Jahren damit beschäftigt ist, die Achtziger und Neunziger in immer neuen nostalgischen Wellen wiederzubeleben, kann man natürlich auch einfach eine alte Idee aus der Schublade holen und damit etwas anfangen. "Zoid" setzt auf klassische House-Bausteine und die Synthesizerästhetik der Achtziger. Koletzkis Bearbeitung konzentriert sich auf eine treibende Clubversion mit 909-Drums und melancholischer Melodieführung. So positiv kann das mit dem Schuster sein, der bei seinen Leisten bleibt.
Noch keine Kommentare