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Kaitlyn Aurelia Smith - Schluss mit Klangtherapie

Wer bislang Kaitlyn Aurelia Smith hörte, konnte sich relativ zuverlässig darauf verlassen, dass die Welt dabei ein wenig freundlicher wurde. Ihre Musik bewegt sich seit Jahren zwischen Buchla-Synthesizern, elektroakustischer Experimentierfreude, vokaler Verspieltheit und jener ätherischen Schönheit, mit der man auch einen besonders anspruchsvollen Meditationsraum beschallen könnte. Am 2. Oktober veröffentlichte die Amerikanerin nun "Ruin: It's Not Just Music". Und schon die Entstehungsgeschichte verrät, dass diesmal etwas anders ist: Jemand hatte ihr gedroht, sie zu ruinieren.

Daraufhin zog die Musikerin nach Portugal und macht nicht mehr in beschauliche Ambientlandschaften, sondern in Breakbeats, Drum'n'Bass, Garage und ruppiger Elektronik. Stücke wie "Ruin", "GTP!" oder "I Don't Know What It Is" zeigen eine Musikerin, die den eigenen Klangkosmos plötzlich mit erheblicher Geschwindigkeit durchquert. Dabei hat Smith keineswegs ihre Vorliebe für komplexe Synthesizer verloren. Buchla 200e, Music Easel, Moog Modular, Eurorack und bearbeitete Stimmen gehören weiterhin zum Instrumentarium. Neu ist vielmehr die körperliche Wucht, mit der sie das Material organisiert. Gute Frau.

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