Hommage CD-Kompilationen I
Memba? Früher, als alles besser war, da gab es nicht das böse Internetz, sondern CD-Kompilationen entschieden, was der heiße Scheiß war. Ich stolperte letzte Woche über eine alte Ministry of Sound-CD und wollte euch unter die Decke verklärender Erinnerung einladen. Ministry of Sound war die Hauptserie dieses kulturellen Phänomens. Die CDs waren bei Media Markt der heiße Scheiß, man las das Booklet durch und hörte die Chose am Stück. Im Idealfall wiesen die CDs eine innere Logik auf, ahmten eine Clubnacht nach mit build-up, Peak und Cooldown. Neben MoS machten es vor allem die gechillte Reihe Café del Mar und die Clubserie FabricLive regelmäßig Welle.
Man kann jetzt natürlich Köttel legen vor Aufregung darüber, dass diese CDs eine höhere emotionale Bindung ermöglichten als die heutigen Playlists. Ich verstehe sie aber eher als Vorläufer und Bedingung für unseren heutigen Luxus, der in DJ-Kicks immer noch in verändertem Geiste fortlebt. Ministry of Sound ist heute ein liebloses Sublabel von Sony UK.
Wir beginnen unsere kurze Übersicht, bei der wir wesentliche Meilensteine anreißen, mit FabricLive.37 aus dem Jahr 2007 – die brachte Dubstep nämlich wesentlich ans kommerzielle Tageslicht und machte aus einem Kenner-Genre den neuen elektronischen populären Standard.
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