Frauenduos II: Kelela und PinkPantheress
Kelela und PinkPantheress sind auf dem Papier ein naheliegendes, in der Praxis aber ziemlich spannendes Paar. Mit "The Bridge" treffen zwei sehr unterschiedliche Formen britisch-amerikanischer Gegenwart aufeinander: Kelela, die seit "Raven" wie kaum eine andere Stimme R&B, Clubmusik und elektronische Textur in einen schwerelosen Körper verwandelt; PinkPantheress, die Pop eher als nervöses Fragment denkt, als blitzschnellen Kurzschluss aus UK Garage, Internet-Melancholie und Teenager-Tempo.
Gerade deshalb wirkt "The Bridge" so interessant: Kelela macht nach "Raven" nicht einfach noch einmal mehr Bassnebel. Der Song klingt eher wie ein Übergang, wie ein vorsichtiges Verlassen des vertrauten Raums. PinkPantheress bringt Unruhe und Cliplogik hinein, Kelela hält Atmosphäre, Körper und emotionale Schwere dagegen.
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