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Frauenduos I: Nia Archives und Jorja Smith

Nia Archives und Jorja Smith veröffentlichen mit "Get Me Down" einen dieser Tracks, bei denen der Crossover nicht nach Marketing riecht, sondern nach naheliegender Chemie. Für Nia Archives ist es die vierte Single aus dem kommenden Album "Emotional Junglist", das am 24. Juli erscheinen soll – und zugleich ihre erste Veröffentlichung mit einer Gastsängerin. Dass diese Stimme ausgerechnet Jorja Smith gehört, macht den Aufhänger größer: Jungle trifft nicht auf irgendein Pop-Feature, sondern auf eine der geschmeidigsten britischen R'n'B-Stimmen der letzten Jahre.

Der Reiz liegt genau in dieser Verschiebung. Nia Archives hat Jungle längst aus der reinen Rückwärtsreferenz befreit und als junges, emotionales, sehr britisches Pop-Vokabular neu aufgeladen. Mit Jorja Smith rückt diese Idee noch näher an den Song heran: weniger Rave-Archiv, mehr verletzlicher UK-Soul mit Breakbeats unter den Füßen.

Dazu passt GiGi FM als zweiter Jungle-Verweis, weil sie denselben historischen Punkt aus einer ganz anderen Richtung bestätigt. Jungle war nie nur hektischer Rave-Alarm, sondern von Anfang an auch Schwerelosigkeit und melancholischer Morgen danach. Wo Nia Archives diese Tradition in Richtung Song, Stimme und britische Pop-Gegenwart öffnet, arbeitet GiGi FM stärker aus der DJ- und Klangraumlogik heraus.

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