Harry Styles – "Kiss All The Time. Disco, Occasionally."
Harry Styles hat einige Zeit in Berlin gelebt, und genau das hört man seinem vierten Album an. Weniger "Watermelon Sugar", mehr Berghain-Eskapaden. Natürlich bleibt "Kiss All The Time. Disco, Occasionally" im Kern klassischer Harry-Styles-Pop, doch die elektronischen Einflüsse, treibenden Club-Beats und hypnotischen Synthesizer zeigen deutlich, dass der Brite neue musikalische Wege einschlagen will.
Große Erwartungen wurden (zurecht) an das vierte Werk eines der größten Popstars unserer Zeit gestellt, und obwohl bereits die Vorabsingle "Aperture" den Richtungswechsel ankündigte, dürfte das Album kaum jemanden enttäuschen.
Wie schon "Aperture" andeutet, verliert sich Styles dabei nie ganz in der Clubmusik, sondern verbindet ihre Euphorie mühelos mit seinem Gespür für große Pop-Melodien. Passend heißt es auf "Are You Listening Yet?": "If you must join a movement, make sure there’s dancing." Kaum ein Satz bringt die Stimmung dieses Albums besser auf den Punkt.
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Harry Styles – "Kiss All The Time. Disco, Occasionally."*
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1 Kommentar mit 2 Antworten
Ich liebe den Running Gag, dass Berlin offenbar hundertmal mehr Einfluss auf Kreative hat jede andere Großstadt oder Kuhkanne der Provinz, wo sie zwischendurch mal leben. Müssen wohl all die psychoaktiven Currywürste sein, die man da bekommt.
Berlin zieht Kreative vor allem durch den historischen Freiraum nach dem Mauerfall (viele leerstehende Gebäude), günstige Ateliers, eine tolerante Subkultur und die weltberühmte Clubszene an. Die Stadt bietet ein internationales Netzwerk, diverse Förderlandschaften und gilt als globales Labor für elektronische Musik und zeitgenössische Kunst.
Ah ja, die Werbebroschüre hab ich auch mal gelesen. Stimmt, echt viel Leerstand und günstige Wohnungen da