Schiller - "Euphoria"
Alle Songs auf "Euphoria" kreisen um von Deylens seelenloses Stöhnen über sinnlose Lyrics, lange, ewig gleiche Synthieflächen und zu wenige Sekunden Melodiebogen oder mal eine Kickdrum. Die Einleitungen der Songs dauern ewig, die Crescendi sind kurz, der Drop eine Schlagdelle, insgesamt scheint "Euphoria" Teil einer hybriden Kriegsführung, die einschläfern soll, bis jedes Zeitgefühl flöten geht.
Nichts bleibt in Erinnerung, keine Melodie haften, kein Moment kleben. Passagen ohne Sprechen und ohne Chöre, so selten sie sind, scheinen auf den ersten Blick angenehm, verschaffen aber nur Erleichterung von der Bodenlosigkeit des Rests, sind keinesfalls treibend. Man merkt erst im weiteren Verlauf, dass eine amateurhafte, supersimple Elektrofigur eine*n sich wenigstens nicht krümmen lässt wie der Rest, Musik ist das halt trotzdem nicht.
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