Lilly Palmer - "Bigger Than Techno"
"This is bigger than techno" – ein ziemlich selbstbewusstes Statement, das die deutsche DJ und Producerin Lilly Palmer in den ersten Sekunden ihres gleichnamigen Albums abgibt. Was dann auf dem Titeltrack und Opener folgt, hat mit Techno in seiner ursprünglichen Ausprägung tatsächlich gar nicht so viel zu tun. Eher rattert Goa auf Stereoiden los, danach flöten Trance-Akkorde in die Parade. Eher ließe sich also sagen: This is different to techno. Oder, wolle man unken: This is way smaller than techno.
Denn sagen wir zu Anfang gleich, wie es ist: Lilly Palmer und ihr großformatiger Stadionsound sind die kompromisslose Negativkonsequenz dessen, dass seit Pandemiebeginn die Festplatten – ich meine: die Gehirne – von Kids in jeglicher Hinsicht frittiert wurden. Soll heißen: Es ist kein Zufall, dass sich auf diesem Album absolut hektische 16 Tracks finden, von denen keiner die Vier-Minuten-Marke überschreitet. Eigentlich ausdauernde Clubmusik haben Lilly Palmer und ihr Produzent:innenteam für Pop-Konventionen zurechtgebogen, in Länge, Dramaturgie, Ästhetik.
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Lilly Palmer - "Bigger Than Techno"*
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