Peter Maffay und Johannes Oerding begaben sich nach Nashville und reicherten ihre neuen Songs mit Banjo, Fiddle, Pedal Steel und Washboard-Percussion an. Alle Beiträge sind Vokal-Duette und mit zahlreichen echten Instrumenten ausgestattet. Die Zusammenarbeit der beiden setzt eine lange Vertrauensbeziehung …
Es ist ein bekanntes Phänomen des Musikkritikstils: Hier werden allzu oft akademische Kühle und provokante Polemik mit journalistischer Substanz verwechselt. Dieser Beitrag wirkt wie eine galoppierende Allwissenheit, die im Kielwasser scheinbarer Objektivität von oben herab richtet. Diejenigen, die die vermeintlich einzig wahre Lehre der Musik bereits für sich gepachtet haben, rufen von jeher Skepsis hervor. Wer diesem Album in weiten Teilen mit purem Zynismus begegnet, verschließt die Ohren vor dem, was diese Musik im Kern ausmacht. „Nashville“ ist kein am Reißbrett entworfenes Produkt, sondern ein spürbares Herzensprojekt. Mir als Hörer hat das Album viele Gänsehautmomente und Augenblicke des Lächelns beschert. Die hervorragend eingespielten Westerngitarren sowie feine Pedal Steel-, Banjo- und Fiddle-Elemente transportieren eine Spielfreude der beteiligten Künstler, die einem regelrecht entgegenprescht und die handwerkliche Klasse der Aufnahmen unterstreicht. Der lyrische Zeitgeist verliert sich oft in selbstreferenzieller Komplexität und intellektueller Distanzierung. Doch genau diese Reduktion auf das Wesentliche schafft die dringend benötigte Nahbarkeit und Relevanz – gerade in der heutigen Zeit. Getragen wird dieses Fundament von einer Stimmfarbe Maffays, die gewohnt markant ist und voller urbaner Melancholie steckt. Für unvoreingenommene Ohren ist dieser Gesang ein absoluter Genuss. Hinzu kommt das Zusammenspiel mit Johannes Oerding: es ist kontrastreich und bildet gleichzeitig eine harmonische Symbiose. Hier kollidieren nicht zwei Egos, sondern es zeigt sich eine künstlerische Partnerschaft auf Augenhöhe – getragen von gegenseitigem Respekt und dem ehrlichen Wunsch, voneinander zu lernen. Wenn im Text von „smarten Ansätzen“ gesprochen wird, ist das ein sehr charmanter Code für einen musikalischen Volltreffer! Man darf ein Album persönlich ablehnen – aber man sollte es an seiner Seele und seinem Handwerk messen, nicht an den Vorurteilen des Kritikers.
Man kann tatsächlich ein Album gut finden und gleichzeitig eine eher durchwachsene Wertung einfach so stehen lassen. Tut noch nicht mal weh.
Leider ziehen solche zweifelhaften Gestalten wie Muffei und co. Fans an, die alles außer bedingungsloses Jubelpersertum bis auf den Tod nicht ab können. Damit fangen die Probleme an.
Peter Maffay und Johannes Oerding begaben sich nach Nashville und reicherten ihre neuen Songs mit Banjo, Fiddle, Pedal Steel und Washboard-Percussion an. Alle Beiträge sind Vokal-Duette und mit zahlreichen echten Instrumenten ausgestattet. Die Zusammenarbeit der beiden setzt eine lange Vertrauensbeziehung …
Es ist ein bekanntes Phänomen des Musikkritikstils: Hier werden allzu oft akademische Kühle und provokante Polemik mit journalistischer Substanz verwechselt. Dieser Beitrag wirkt wie eine galoppierende Allwissenheit, die im Kielwasser scheinbarer Objektivität von oben herab richtet. Diejenigen, die die vermeintlich einzig wahre Lehre der Musik bereits für sich gepachtet haben, rufen von jeher Skepsis hervor. Wer diesem Album in weiten Teilen mit purem Zynismus begegnet, verschließt die Ohren vor dem, was diese Musik im Kern ausmacht. „Nashville“ ist kein am Reißbrett entworfenes Produkt, sondern ein spürbares Herzensprojekt. Mir als Hörer hat das Album viele Gänsehautmomente und Augenblicke des Lächelns beschert. Die hervorragend eingespielten Westerngitarren sowie feine Pedal Steel-, Banjo- und Fiddle-Elemente transportieren eine Spielfreude der beteiligten Künstler, die einem regelrecht entgegenprescht und die handwerkliche Klasse der Aufnahmen unterstreicht. Der lyrische Zeitgeist verliert sich oft in selbstreferenzieller Komplexität und intellektueller Distanzierung. Doch genau diese Reduktion auf das Wesentliche schafft die dringend benötigte Nahbarkeit und Relevanz – gerade in der heutigen Zeit. Getragen wird dieses Fundament von einer Stimmfarbe Maffays, die gewohnt markant ist und voller urbaner Melancholie steckt. Für unvoreingenommene Ohren ist dieser Gesang ein absoluter Genuss. Hinzu kommt das Zusammenspiel mit Johannes Oerding: es ist kontrastreich und bildet gleichzeitig eine harmonische Symbiose. Hier kollidieren nicht zwei Egos, sondern es zeigt sich eine künstlerische Partnerschaft auf Augenhöhe – getragen von gegenseitigem Respekt und dem ehrlichen Wunsch, voneinander zu lernen.
Wenn im Text von „smarten Ansätzen“ gesprochen wird, ist das ein sehr charmanter Code für einen musikalischen Volltreffer! Man darf ein Album persönlich ablehnen – aber man sollte es an seiner Seele und seinem Handwerk messen, nicht an den Vorurteilen des Kritikers.
Drei Punkte ist eine gute Note. Eine Kritik misst sich immer an den Vorlieben des Kritikers.
Dieser Kommentar wurde vor 2 Stunden durch den Autor entfernt.
Heftig! Jetzt gibts Beef! Dani Fromm VS Phillip Kause. Wer mich kennt weiß, auf wessen Seite ich stehe
Man kann tatsächlich ein Album gut finden und gleichzeitig eine eher durchwachsene Wertung einfach so stehen lassen. Tut noch nicht mal weh.
Leider ziehen solche zweifelhaften Gestalten wie Muffei und co. Fans an, die alles außer bedingungsloses Jubelpersertum bis auf den Tod nicht ab können. Damit fangen die Probleme an.
Mein Gott, kein kompletter Verriss, obwohl Herr Oerding beteiligt war? Ist hier Altersmilde im Spiel?